Am vergangenen Montag fand eine Strategiesitzung zur zukünftigen Struktur der Kliniken Am Goldenen Steig statt. Mit dabei waren die Chefärzte, Pfarrer Bruno Pöppel als Fördervereinsvorsitzender in Waldkirchen, die Obmänner der Kassenärztlichen Vereinigung, Aufsichtsräte und Fraktionsführer sowie Landrat und Klinikengeschäftsführung. Moderiert wurde die Runde von Herrn Dr. Glaatz, der die Kliniken Am Goldenen Steig seit dem Jahre 2011 kennt und begleitet.

Ziel der Veranstaltung war es, die zentralen Herausforderungen herauszuarbeiten, denen sich die Kliniken Am Goldenen Steig in den kommenden Jahren stellen müssen, um in kommunaler Hand weiter bestehen und den Bürgern Versorgungssicherheit bieten zu können. „Bis 2018 ändert sich an der Versorgung an den Standorten nichts“, führte Helmut Denk, Geschäftsführer der Kliniken Am Goldenen Steig ein, „für die Zeit nach dem 01.01.2018 müssen wir uns aber optimal aufstellen“.

Erforderlich sind v.a. drei Dinge: Die vorhandenen medizinischen Angebote müssen in die Tiefe entwickelt werden, Basismedizin reicht nicht mehr aus. Zum anderen muss qualifiziertes ärztliches Personal gewonnen werden. Schließlich ist auch die Patientenbindung ein entscheidendes Thema.

Die Vertiefung und Spezialisierung vollzieht sich derzeit schon im kardiovaskulären Bereich in Grafenau. Wichtige weitere Schritte sind die Schaffung einer Akutgeriatrie und eines Bauchzentrums in Freyung. Die Konzentration der akutstationären Versorgung auf die beiden Standorte Grafenau und Freyung bietet die Chance, diese Ziele zu erreichen. Durch diese strukturelle Veränderung verfügt die Kliniken gGmbH aber auch über eine gesteigerte Attraktivität für Medizinstudenten und junge Ärzte, sich im Landkreis aus- und fortzubilden. Seitens der vertretenen Hausärzte wurde betont, wie wichtig dies auch zur Gewinnung neuer Hausärzte ist.

Einig war man sich auch, gemeinsam die Patientenbindung an die Kliniken Am Goldenen Steig zu fördern. „Wir werden hierzu die Kommunikation zu den Niedergelassenen noch stärker forcieren. Im bevorstehenden Umstrukturierungsprozess sollen alle stets genau wissen, an welchem Standort welche medizinische Leistung angeboten wird“, erläutert Klinikengeschäftsführer Helmut Denk. „Bis 2018 bleibt das stationäre Leistungsangebot auch in Waldkirchen unverändert“.

Das für Waldkirchen als ambulanter Standort geplante Gesundheitszentrum unter dem Dach der Kliniken gGmbH wurde allgemein als grundlegende Säule der Kreiskliniken gesehen, „attraktiv für Patienten wie auch neue Ärzte – wie sich schon darin zeigt, dass mit Dr. Schicht ein erfahrener Onkologe gewonnen werden konnte“, berichtet Denk weiter.

Landrat Sebastian Gruber zeigt sich erfreut, über die gute und produktive Gesprächsatmosphäre: „Der heutige Tag hat mich wieder darin bestätigt, dass wir gemeinsam mit allen Beteiligten auf dem richtigen Weg sind, um eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung unserer Patienten in kommunaler Hand zu sichern“.

(Pressemitteilung, Landratsamt Freyung-Grafenau)