(von Joef Heisl)

Büchlberg  Die Senioren in der Gemeinde können sich freuen, der Gemeinderat hat bereits am 2. Dezember 2019 einstimmig beschlossen, dass in Büchlberg ein Fahrdienst für Senioren eingerichtet wird, der auch eingeschränkt mobilen Bürgern zur Verfügung steht. Dazu hat jetzt die Kommune von der Stiftung „Lichtblick Seniorenhilfe“ ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt bekommen, das bei der Autofirma Platzer & Wimmer in Hutthurm übergeben wurde.  Auch die Fahrer, die allesamt ehrenamtlich arbeiten, haben sich bereits gefunden.

Im Jahr 2017 sei die Stiftung gegründet worden, berichtete Brigitte Grung. Die Mitarbeiterin der Stiftung, die auch für den Verein „Lichtblick Seniorenhilfe e.V.“ arbeitet, meinte, gerade im Bayerischen Wald sei in den weit verstreuten Dörfern der ÖPNV nicht so präsent und auch immer mehr Tante-Emma-Läden würden vor Ort schließen. Da müsse man die Menschen unterstützen, die sonst kaum soziale Teilhabe am öffentlichen Leben haben. Es sei eine Premiere, dass das erste Auto für so einen Fahrdienst übergeben werde. Mit dem Fahrzeug könne ein soziales Netzwerk geschaffen werden, zu dem die Gemeinde, die Fahrer und die Nutzer gehören. „Wir freuen uns, dass wir hier helfen können“, schloss Brigitte Grung.

Anschließend informierte sie über die unterschiedlichen Aktivitäten von Stiftung und Verein. Die Stiftung möchte, dass jeder alte Mensch in Würde leben könne. Sie tue deshalb etwas gegen Armut, Einsamkeit und Hilflosigkeit im Alter, welche vielen Menschen zu schaffen machen. Mit langfristigen Projekten, wie geeigneten Wohnformen oder so einem Fahrdienst helfe die Stiftung. Denn Einsamkeit sei die neue Armut. Der Verein betätige sich als Helfer und Fürsprecher für die Senioren. Schnell, unbürokratisch und sehr persönlich unterstütze man einzelne bedürftige Senioren. Da werden schon einmal neue Schuhe oder eine neue Matratze gekauft. Es würden aber auch Anreize geschaffen damit sich Interessierte persönlich engagieren.

Profitieren sollen vom Fahrdienst in Büchlberg hauptsächlich die Senioren, aber auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität, betonte Helmut Laxy vom Seniorenteam. Die Verwaltung habe inzwischen zusammen mit dem Seniorenteam ein Konzept erarbeitet. Mobilität sei ein wichtiger Bestandteil um am öffentlichen Leben teilhaben zu können, betonte der Gemeinderat. Dazu gehören beispielsweise Arzt- und Apothekenbesuche, Einkäufe, Behördengänge, Erledigung von Bankgeschäften und Vieles mehr. Besonders Bürger, die nicht im Ortskern wohnen, sollen davon profitieren. Der Fahrdienst werde kostenlos sein. Laxy dankte für das Seniorenteam der Stiftung „Lichtblick Seniorenhilfe“ für diese großzügige Spende. Mit dieser Schenkung sei der wichtigste Punkt dieses Vorhabens Fahrdienst erfüllt.

Glücklich und stolz zeigte sich Bürgermeister Josef Hasenöhrl, der noch als Gemeinderat diese Idee des Seniorenteams unterstützt hatte. Er lobte Laxy und seine Mitstreiter, die hier kräftig angeschoben haben. So habe das Projekt in kürzester Zeit verwirklicht werden können. Ihn freue neben diesem Geschenk, dass sich bereits 12 Fahrer zur Verfügung gestellt haben. Das Seniorenteam habe Ideen, die müsse man einfach umsetzen, lobte der Bürgermeister und dankte auch Tobias Wimmer vom gleichnamigen Autohaus Platzer & Wimmer, der bei der Preisgestaltung der Gemeinde und Lichtblick sehr entgegengekommen sei. Aber auch der Büchlberger Arzt Dr. Axel Flohe habe mitgeholfen und kostenlos ein Notfallpaket zusammengestellt und übergeben, betonte der Bürgermeister. Um die Schenkung wirksam werden zu lassen, muss jetzt noch ein Schenkungsvertrag zwischen der Stiftung „Lichtblick Seniorenhilfe“ und der Gemeinde Büchlberg abgeschlossen werden.

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