Feierliche Verleihung im Rahmen der KDFB-Dreikönigsfeier

Passau, 09. Januar 2020 – Das neue Jahr hat für den Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) in der Diözese Passau mit einem Höhepunkt begonnen: Im Rahmen der traditionellen Dreikönigsfeier im Exerzitien- und Bildungshaus Spectrum Kirche gelang es, ehrenamtliches Engagement, das viel zu oft im Verborgenen geschieht, ins Rampenlicht zu holen. Die beiden KDFB-Frauen Monika Beck aus Landau an der Isar und Renate Sarembe aus Salzweg wurden mit der Stephanusplakette geehrt.

Die Stephanusplakette ist die höchste bischöfliche Laienauszeichnung im Bistum Passau. Bischof Dr. Stefan Oster SDB würdigt damit außerordentliches und überörtliches Wirken im Ehrenamt. Wie die Diözesanvorsitzende Bärbel Benkenstein-Matschiner betonte, darf der KDFB alljährlich Frauen für die Verleihung der Stephanusplakette vorschlagen. Den beiden Vorschlägen des Diözesanverbandes hatte Oster auch in diesem Jahr zugestimmt, so Benkenstein-Matschiner weiter. Nach diesen einführenden Worten widmete sie sich mit Monika Beck der ersten Geehrten und hob deren engagiertes Tun in den Vorstandschaften des KDFB-Diözesanverbandes, der Kommission „Gesellschaft und Politik“ sowie als Pfarrgemeinderätin hervor. Beck war 18 Jahre lang Mitglied des Pfarrgemeinderates Höcking und ist 1997 dem KDFB-Zweigverein Landau beigetreten. „Schon ein Jahr später haben die Frauen Monika Beck zu ihrer Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt hat sie bis 2014 bekleidet“, führte Benkenstein-Matschiner aus. Für gesellschaftspolitische Themen sei Monika Beck immer zu haben gewesen, zudem habe sie sich eingebracht, wenn es um Gewalt an Frauen, um die Lohngleichheit oder auch Bildungschancen ging. Monika Beck war von 2010 bis 2018 stellvertretende KDFB-Diözesanvorsitzende und pflegte in dieser Funktion federführend den Kontakt zum VerbraucherService Bayern im KDFB. Auch das große Hobby der Geehrten fand in der Laudatio Erwähnung: Denn selten ist Beck ohne Kamera unterwegs. „Monika hielt alles fest. ‚Schauts moi her‘ war oft ihre Ansage. Und dann gestaltete sie auch immer Collagen, die uns an schöne gemeinsame Zeiten erinnern.“ Egal, was sie in Angriff genommen habe: „Du warst immer zuverlässig, korrekt, hoch motiviert und immer voller Ideen. Auf dich konnten wir bauen“, richtete sich Benkenstein-Matschiner direkt an die frischgebackene Trägerin der Stephanusplakette. Monika Beck selbst freute sich sehr über die Auszeichnung. „Für mich bedeutet das eine Würdigung meiner Arbeit, die sehr guttut“, so Beck. Insbesondere die politische Ausrichtung habe sie am Frauenbund immer besonders gereizt.

Auch Renate Sarembe aus Salzweg wurde mit der Stephanusplakette ausgezeichnet. Sie war 1986 in den Verband eingetreten und übte von 2003 bis 2015 zunächst im Zweigverein Salzweg das Amt der Schriftführerin aus. Seit 2015 trägt Sarembe gemeinsam mit einem Führungsteam die Verantwortung für den Zweigverein. Erst kürzlich wurde sie als Teamsprecherin wiedergewählt. Sie gehört auch dem Pfarrgemeinderat Salzweg an. „Renate Sarembe habe ich immer als sehr besonnen, ruhig und überlegt handelnd erlebt. Diese Eigenschaften hat sie in hervorragender Weise für den Besuchsdienst im Alten- und Pflegeheim einbringen können. 2008 hat sie für diese ehrenamtliche Aufgabe den verpflichtenden Ausbildungskurs absolviert. Und nur kurze Zeit später übernahm sie auch die Leitung des beim KDFB-Diözesanverband angesiedelten Besuchsdienstes“, schilderte Benkenstein-Matschiner in der Laudatio. Sarembe habe damit menschlichen Trost, Beistand und Freude in so manches Alten- und Pflegeheim gebracht und die Einsätze und Besuchszeiten der ehrenamtlichen Besuchsdienstleistenden koordiniert. Zudem war sie als Leiterin des Besuchsdienstes im Alten- und Pflegeheim auch für die Durchführung der Ausbildungskurse zuständig und agierte selbst als Referentin. 2018 übergab sie die Leitung an ihre Nachfolgerin. „Renate Sarembe hat Zeit und Zugneigung verschenkt, hat sich Menschen zugewandt, ihnen Halt und Würde gegeben“, folgerte die Diözesanvorsitzende, bevor sie Renate Sarembe zur Verleihung der Stephanusplakette zu sich bat. „Es berührt mich sehr, dass ich diese Auszeichnung bekomme“, sagte die Geehrte. Sie bedankte sich zudem bei all den Unterstützerinnen und Unterstützern und insbesondere ihrem Mann, die ihr allesamt stets den Rück gestärkt hätten.