Wasserprobleme in allen Ebenen: Presseerklärung Rosi Steinberger, Abgeordnete Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag (08.02.2016)

Sowohl Grundwasserbestände, als auch Trinkwasserspeicher oder Oberflächenwasser werden zunehmend risikoreich.

„So drastisch ist es noch nie gewesen. Die Trinkwasserbereitstellung steht immer mehr auf tönernen Füssen…“, sagt Rosi Steinberger, niederbayerische Abgeordnete der Grünen im Bayerischen Landtag. „…aber jeder muss wissen, dass man Lebensmittel nicht verschwenden darf. Das gilt auch für die Bewässerung.“

Nach Hitze- und Dürreperioden zeigen alle Grundwassermessungen in den letzten Jahren insgesamt eine fallende Tendenz. Extreme negative Ausreißer gab es 2003 und 2015.

In schriftlichen Anfragen von November 2015 und Januar 2016 versucht Rosi Steinberger, niederbayerische Abgeordnete der Grünen im Bayerischen Landtag Fakten von der Staatsregierung zu erfahren. „Wie teilt sich Grund- und Fernwasser in der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen auf? Welche Mengen wurden genehmigt und werden diese auch kontrolliert?“, frägt Steinberger. „Falls nach dem wasserarmen Sommer und dem offensichtlich schneearmen Winter auch 2016 wieder regenarm wird, frage ich die Staatsregierung schon, welchen ‚Plan B‘ sie in petto hat, um dem Wassernotstand ganzer Ortschaften zukünftig Herr zu werden?“

Die Pariser Klimagespräche ermahnen jeden, diese Problematik extrem ernst zu nehmen und als Verantwortlicher tätig zu werden. Steinberger: „Gewässerbegradigungen, Verschmutzung der Gewässer durch Erosion und Chemieeinsatz, Überdüngung der Felder und die weiter hemmungslose Versiegelung von Oberflächen für immer mehr Gewerbegebiete und Straßenneubauten fordern ihren Tribut. Es reicht beileibe nicht mehr, das Schwarze-Peter-Spiel fröhlich zu betreiben und mit dem Finger auf andere zu zeigen. „Für unser Wasser sind immer noch wir selbst verantwortlich!“