Ab Dienstag unterstützt die Stadtverwaltung mit 10 Teams die Schadenserfassung im Katastrophengebiet. Einschränkungen bei den Leistungen der Stadtverwaltung können nicht ganz ausgeschlossen werden.

Nach der Hochwasserkatastrophe im Landkreis Rottal-Inn vor zweieinhalb Wochen hat Oberbürgermeister Jürgen Dupper Landrat Michael Fahmüller die Hilfestellung der Stadt Passau angeboten. Seit nunmehr zwei Wochen arbeiten Mitarbeiter der Stadtentwässerung der Stadt Passau mit einem Kanalspülfahrzeug im Katastrophengebiet. Darüber waren am Freitag vergangener Woche sieben Experten der Stadtverwaltung am Landratsamt Rottal-Inn, um den Kollegen einen Erfahrungsaustausch anzubieten. Dort wurde über die Erfahrungen der Hochwasserkatastrophe 2013 berichtet, Formulare und Formblätter, die in Passau entwickelt wurden, vorgestellt sowie die Modalitäten bei der Spendenvergabe erläutert.

Am Donnerstag dieser Woche hat Landrat Michael Fahmüller OB Jürgen Dupper gebeten, bei der ab Montag beginnenden Schadensbegutachtung im Landkreis Rottal-Inn Hilfestellung zu leisten. Die Stadtverwaltung hat bereits am Freitag hausintern 20 Mitarbeiter für 10 Schadensaufnahmeteams ausgewählt. Die Teams, die jeweils aus einem Techniker und einem Verwaltungsmitarbeiter bestehen, werden ab Dienstag, 21.06.2016, bis voraussichtlich Freitag, 01.07.2016 zur Schadensbegutachtung in den betroffenen Gemeinden eingesetzt. Am Montag, 20.06.2016, fahren Baureferent Wolfgang Seiderer und Stadtentwicklungsreferent Udo Kolbeck zu den Kollegen nach Pfarrkirchen, um den Einsatz der städtischen Mitarbeiter für knapp zwei Wochen vorzubereiten.

Die Stadtverwaltung bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, falls es durch die Abordnung der Passauer Rathausmitarbeiter zu Einschränkungen oder zeitlichen
Verzögerungen kommt. Betroffen sind annähernd alle Dienststellen und Referate des Rathauses.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Dass die kommunale Familie in diesen Zeiten eng zusammenrückt, ist selbstverständlich. Wir Niederbayern sind bekanntlich sehr eng vernetzt und pflegen gute nachbarschaftliche Beziehungen. Deshalb ist es für uns keine Frage, dass wir unseren Nachbarn in der Not beistehen. Mein Dank richtet sich an alle bisher beteiligten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren, der Hilfsorganisationen und an die freiwilligen Helfer aus der Stadt. Ich danke ebenso den städtischen Mitarbeitern, die sich bereiterklärt haben, für zwei Wochen im Katastrophengebiet mitanzupacken. Darüber hinaus bedanke ich mich natürlich bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Passau für ihr Verständnis, dass wir unser Know-How und das Wissen, das wir uns 2013 erarbeitet haben, nunmehr weitergeben. Wir als Stadt Passau können damit einen Teil der Hilfe, die uns 2013 Zuteil wurde, zurückgeben.“

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