Deggendorf. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, MdB traf sich mit der Vorsitzenden Karin Nopper, der hauptamtlichen Fachkraft Alexandra Winkler und Kassiererin Edith Auerhammer-Bergs um sich über die aktuelle Situation des Deggendorfer Frauennotrufs zu informieren. Der Frauennotruf Deggendorf e. V. besteht seit 1992 und ist nach wie vor unverzichtbar als Beratungsstelle für Frauen und Kinder, die Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt wurden.

Nach wie vor sei der Frauennotruf auf Spenden angewiesen und die Finanzierung sei nie ganz gesichert, erklärte Karin Nopper. Außerdem gebe es keine Tariferhöhungen, da diese schlichtweg nicht finanziert würden. Durch die neuen Förderrichtlinien würde zwar seitens der Landesregierung mehr Geld gegeben, nur würde der Frauennotruf davon nicht profitieren, da dies nur für neue Projekte gelte. Dabei würde gerade hier in Deggendorf alles abgedeckt was Frauen in Krisensituationen benötigen. Zudem stünden Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit im Zentrum der Tätigkeiten. Die Angebote hinsichtlich der Prävention bestünden aus Workshops für Kinder und Jugendliche, Projektarbeiten an Schulen und Elternabende an Schulen und Kindergärten. Ein Problem für die hilfesuchenden Frauen sei zudem bezahlbaren Wohnraum in Deggendorf zu finden. Auch hier müsse die Politik tätig werden, forderte Alexandra Winkler. Insbesondere für Frauen mit Kindern gäbe es kaum ein Angebot, das die Frauen bezahlen könnten.

„Ich finde es bemerkenswert, dass sogar die Geschäftsleitung hier ehrenamtlich arbeitet“, so Rita Hagl-Kehl. „Dies kann jedoch kein Dauerzustand sein. Die Arbeit hier ist unverzichtbar und der Frauennotruf soll in erster Linie eine Hilfestellung für Frauen und Kinder in Krisensituationen sein und sich nicht darum kümmern müssen, wie alles finanziert werden kann.“