Plattling. Der Tierschutzverein Deggendorf hat mit der Errichtung eines neuen Tierheimes in Plattling zum Wohle der Tiere vieles an Eigenleistung erbracht. Es wurde insgesamt in etwa 1 Million Euro aus privaten Mitteln investiert, um den Tieren eine entsprechende Unterbringung zu ermöglichen. Ein hohes Maß an ehrenamtlichen Engagement stellt den Betrieb sicher.
Um sich vor Ort ein Bild zu machen und über die weiteren Herausforderungen zu sprechen, trafen sich die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, MdB, die Landtagsabgeordnete Ruth Müller, Dr. Bernd Vilsmeier, Kreisrat Ewald Straßer, Marktrat Robert Kröll und Bettina Blöhm mit Vertretern des Tierschutzvereins Deggendorf.

Bei dem Rundgang durch das Tierheim erklärten Ilona Wojahn, Barbara Mader, Gisela Ruth und Peter Erl den Ablauf vom Zeitpunkt der Aufnahme der Tiere bis zur Vermittlung. Ein dauerhaftes Problem ist die Finanzierung von Tierheimen. Die Landtagsabgeordnete Ruth Müller erläuterte, dass die SPD einen entsprechenden Antrag gestellt habe, dieser aber seitens der CSU-Fraktion abgelehnt wurde. Die SPD forderte, dass sich der Freistaat eine bayernweite Regelung zur Abwicklung von Fundtierpauschalen schaffe, eine finanzielle Unterstützung des Freistaates bei Investitionen in Tierheime etabliere und dass die personelle und finanzielle Ausstattung der Behörden im Bereich des Tierschutzes verbessert werde. „Wir wollten einen Aktionsplan zur Gewährleistung des Tierschutzes in Bayern, aber das hat die CSU-Fraktion abgelehnt“, so Ruth Müller.

Rita Hagl-Kehl, MdB erklärte: „Ich habe bei den Koalitionsverhandlungen durchgesetzt, dass eine Verbrauchsstiftung gegründet wird. Diese wird die Tierheime unterstützen und auch finanziell fördern. Bis 2021 sollen 20 Millionen aus dem Agrarhaushalt für Tierheime ausgegeben werden. Darüber hinaus soll das zuständige Ministerium Vorschläge für konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Tierschutzes vorlegen und hier auch die Situation der Tierheime in den Blick nehmen, obwohl es eigentlich kommunale Aufgabe ist.“