Johannesbad Therme öffnet am 8. Juni außen – Hygienekonzept für Gesundheit von Gästen und Personal – Forderung nach Öffnung des Innenbereichs

  • Baden in der Johannesbad Therme ist wieder möglich.
  • Mindestabstand auch im Wasser gewährleistet.
  • Thermen sind wichtig für Tourismus und Wirtschaft im Bäderdreieck.

BAD FÜSSING. Freibäder dürfen vom 8. Juni an wieder öffnen – das gilt auch für die Johannesbad Therme im niederbayerischen Bad Füssing. „Jetzt können wir endlich wieder Gäste empfangen“, freut sich Thermenleiter Ernst Kaser, der mit seinem Team ein 60-seitiges Hygienekonzept fertiggestellt hat. „Unsere umfangreichen Maßnahmen schaffen Sicherheit für Besucher und unsere Beschäftigten“, sagt er. Geöffnet ist die Johannesbad Therme täglich von 8 bis 18 Uhr; die Badezeit ist für Tagesgäste auf drei Stunden begrenzt – das Ticket kostet zehn Euro. Gleichzeitig fordern die Thermenbetreiber im Bäderdreieck eine Öffnung der gesamten Anlage, also auch der Innenbereiche. Denn die österreichischen Thermen öffnen innen und außen und locken so seit diesem Wochenende wieder Besucher an. Die Niederbayern fürchten, dass ihre Gäste nach Grenzöffnung ins Nachbarland abwandern.Gleiche Bedingungen in Österreich und BayernAllein in Niederbayern hängen 20.000 Jobs von den Thermen ab, im Rottaler Bäderdreieck werden im Jahr normalerweise 4,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Die Hotels in Bayern haben seit Pfingsten wieder geöffnet. „Unsere Gäste wollen natürlich auch wieder die Bademöglichkeiten im gesunden Heilwasser nutzen, das ist ausschlaggebend für die meisten Touristen“, weiß Ralf Müller, Geschäftsführer der Johannesbad Hotels. Damit die Besucher nicht ins benachbarte Österreich abwandern, wollen die Niederbayern die gleichen Bedingungen schaffen. „Mit geöffneten Thermen punkten wir im Bäderdreieck bei den Gästen – das stärkt den Tourismus und die Wirtschaft in Bayern“, sagt Ralf Müller. Dafür sollten ab 8. Juni die Thermen auch die Umkleiden, Duschen und die Innenbäder öffnen dürfen.

Karsten Fuchs, Leiter der Johannesbad Fachklinik Bad Füssing, und Hygieniker Klaus-Jürgen-Schwarz präsentieren das detaillierte Hygienekonzept zur Wiedereröffnung der Johannesbad Therme (Foto: Johannesbad)

Wie alle Hallen- und Freibäder musste auch die Johannesbad Therme aufgrund der Allgemeinverfügung der bayerischen Staatsregierung im März schließen. Seither hat das Team um Ernst Kaser die Becken instand gesetzt und Teile neu gefliest sowie Modernisierungsarbeiten durchgeführt. „Wir haben wesentliche Arbeiten und die jährliche Revision vorgezogen“, erklärt der Thermenleiter und fügt an: „Neben den Becken wurden auch die Garten- und Außenanlagen, die Lüftung sowie die Brauch- und Trinkwasserversorgung gewartet.“

Viel Platz für die Badenden

Darüber hinaus hat der Thermenleiter gemeinsam mit Karsten Fuchs, Leiter der Johannesbad Fachklinik, und dem Klinik-Hygieniker Klaus-Jürgen Schwarz ein umfangreiches Hygienekonzept entwickelt. Abtrennungen, Einbahnstraßen und Wegführung sorgen dafür, dass sich stationäre und Tagesgäste nicht begegnen. Im Außenbereich wurden zusätzliche temporäre WC-Anlagen installiert. „Die Duschkabinen im Johannesbad sind mit einer eigenen Abluft versehen“, betont Ernst Kaser, „jeder Gast hat seinen eigenen Bereich mit genügend Abstand.“

Keine Chance den Viren

Auch in den Becken achtet das Personal auf die Abstandsregeln – hier warten die Verantwortlichen in Bad Füssing aber auf noch klarere Vorgaben durch die Politik. „Die Badewassertechnik der Johannesbad Therme tötet mögliche Bakterien und Viren verlässlich ab“, sagt der Thermenleiter. Darüber hinaus sind bestimmte Bereiche nur stationären Patientinnen und Patienten der Johannesbad Fachklinik Bad Füssing vorbehalten – beispielsweise die Bewegungsbäder innen. Dort findet täglich die Wassergymnastik für die Reha-Maßnahmen und die Anschlussheilbehandlungen statt – zu jeweils festen Zeitfenstern für stationäre und ambulante Gäste. „So vermeiden wir auch hier Kontakte“, erklärt Ernst Kaser.

Neben den Kunststoffabtrennungen an den Kassen und einer Maskenpflicht in bestimmten Bereichen der Johannesbad Therme gehört es auch zum Hygienekonzept, dass alle Flächen noch häufiger desinfiziert werden. Außerdem informieren Schilder und Hinweise auf der Homepage über die Maßnahmen. „Wir freuen uns auf die Besucher und sind sicher, dass sie sich an die Vorschriften halten werden. So können wir die Gesundheit unserer Gäste und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen“, schließt der Thermenleiter.

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