Passau. Fast jeder Verkehrsteilnehmer hat mit ihnen schon einmal unfreiwillig Bekanntschaft gemacht: Blender, Einäugige oder funzelige Scheinwerfer, die einem beim Entgegenkommen die Sicht erschweren. Doch nicht nur für den Gegenverkehr sind mangelhafte Scheinwerfer ein Risiko. Auch dem Fahrer selbst kann falsch eingestellte Beleuchtung zum Verhängnis werden. Dass in Sachen Licht noch Nachbesserungsbedarf herrscht, zeigt auch die Licht-Test-Statistik von 2019. Fast jedes dritte Auto war mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs. Und das, obwohl jedem klar sein sollte, dass ohne ausreichende Sicht und Sichtbarkeit die sichere Teilnahme am Straßenverkehr gefährdet wird.

Auftakt in Passau

Um das Unfallrisiko durch mangelhafte Beleuchtung bestmöglich zu minimieren, organisiert die Kfz-Innung Niederbayern auch heuer wieder gemeinsam mit den Verkehrswachten die Licht-Test Aktion. Hierbei bieten Ihnen die Meisterbetriebe des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes die Möglichkeit, Ihr Auto beim kostenlosen Lichtcheck überprüfen zu lassen.

Die Aktion findet vom 01. bis zum 31. Oktober 2020 statt. Der Auftakt zur deutschlandweiten Sicherheitsaktion erfolgte heuer für den Bezirk Passau im Autohaus Pichert in Passau. „Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es besonders wichtig, dass die Beleuchtung an den Fahrzeugen unserer Kunden ordnungsgemäß funktioniert. Nur so kann sichtbedingten Unfällen vorgebeugt werden“, weiß Jürgen Kammbach, der als Kfz-Meister bereits auf zwanzig Jahre Berufserfahrung bei Auto Pichert zurückblicken kann.
Der Licht-Test umfasst neben einer Sicht- und Funktionsprüfung auch die Prüfung der vorschriftsmäßigen Einstellung der Scheinwerfer. Kostenlos gecheckt werden dabei das Fern- und Abblendlicht, Zusatzscheinwerfer, Blinker, Brems- und Schlusslichter, Begrenzungs- und Parkleuchten. Kleine Mängel werden anschließend von dem Kfz-Meisterbetrieb schnell behoben. Nur Ersatzteile, Reparaturen und umfangreiche Instandsetzungsarbeiten müssen ebenso bezahlt werden wie die aufwändige Einstellung komplexer intelligenter Scheinwerfersysteme.

Privater Check nicht zielführend

Viele Autofahrer prüfen ihre Fahrzeugbeleuchtung zu Hause in der Garage oder in der Hofeinfahrt. Wer meint, dass so Sicherheitslücken umfangreich entdeckt werden können, der irrt. „Ein in Eigenregie durchgeführter Licht-Test zu Hause reicht für die Gewährleistung der Sicherheit leider nicht aus. Die Prüfung sollten wirklich Profis vornehmen“, rät Obermeister Michael Krammer. Innungsgeschäftsführer Josef Huber fügt hinzu: „Für einen professionellen Scheinwerfertest muss das Auto unbedingt auf einem zertifizierten Lichteinstellplatz stehen. Die Überprüfung findet mit speziellen Diagnosegeräten statt. Dabei müssen auch der richtige Reifendruck sowie die exakte Position des Fahrzeugs vor dem Gerät beachtet werden. Hierfür braucht es die Fachkompetenz unserer Innungsbetriebe.“

Lichttest-Plakette auch bei der Polizei bekannt

Nach der erfolgreichen Überprüfung erhalten die Fahrzeuge die Licht-Test-Plakette als Aufkleber für die Windschutzscheibe. Da die Verkehrspolizei bereits seit Jahren die Aktion begleitet, ist sie selbstverständlich auch dort bestens bekannt. Dementsprechend berichtet auch die bayerische Verkehrswacht, dass die Polizei ganz bewusst auf die Licht-Test-Plaketten achtet. Ist diese an einem Fahrzeug auffindbar, wird bei einer Verkehrskontrolle bereits vorab deutlich signalisiert, dass es sich um ein geprüftes Autolicht handelt.

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