Die Volkshochschule des Landkreises Freyung-Grafenau lädt in Kooperation mit der AOK Direktion Bayerwald und der Hans Seidel Stiftung zu einem Informationsabend zu den Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht das Spiegelauer Technologie Anwender Zentrum (TAZ) ein. Rechtsanwältin Christine Scheck aus Regensburg referiert an praxisbezogenen Fallbeispielen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der beiden Vorsorgeinstrumente.

Immer mehr Menschen werden immer älter und können notwendige Entscheidungen beispielsweise gegenüber Banken, Behörden oder Versicherungen nicht mehr selbst treffen. Dazu zählt auch die Frage, inwieweit sich Patienten selbst bestimmt künstliche lebensverlängernde Maßnahmen und unnötiges Leiden am Ende ihres Lebens ersparen möchten. Oft sind es auch überraschende Krankheits- oder Unfallereignisse, die Angehörige vor große Probleme stellen und Gewissenskonflikte erzeugen. Entgegen der landläufigen Meinung, sind Ehepartner und Kinder zudem nicht ohne weiteres berechtigt, im Sinne ihrer Angehörigen zu handeln. So wird ohne Vorsorgevollmacht in vielen Fällen ein durch das Amtsgericht bestellter Betreuer eingesetzt, selbst wenn die nächsten Angehörigen die rechtliche Betreuung übernommen haben. Durch die rechtzeitige Erteilung einer Vorsorgevollmacht sowie einer Patientenverfügung haben gerade ältere Menschen die Möglichkeit, individuell und selbst bestimmt Vorsorge für den Fall der Fälle zu treffen.

Der Informationsabend im TAZ Spiegelau, zu dem die gesamte Bevölkerung eingeladen ist, findet am Mittwoch, 18. Januar 2017 um 19.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.