Ankündigung der Staatsregierung müssen Taten folgen

Die SPD-Landtagsfraktion hat einen Teilerfolg im Kampf um die Rettung der bayerischen Schwimmbäder erzielt: Die Staatsregierung hat angekündigt, die Zuschüsse für Bäder zu erhöhen. Nun müssen Taten folgen, fordert SPD-MdL Bernhard Roos: „Die Staatsregierung hat viel zu lange tatenlos zugesehen.“

Insgesamt sind bayernweit 54 Schwimmbäder von der Schließung bedroht, 299 sind zum Teil dringend sanierungsbedürftig. Das hat eine Anfrage der BayernSPD-Landtagsfraktion vor einiger Zeit ergeben. „Das Resultat der Schwimmbadschließungen ist allen bewusst: Immer weniger Kinder können nicht schwimmen“, kommentiert der Abgeordnete das Ergebnis.

Diese Entwicklung bestätigt auch eine Studie der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft), wonach bereits jedes zweite zehnjährige Kind nicht schwimmen kann.
In Niederbayern sind derzeit 43 Schwimmbäder teils dringend sanierungsbedürftig, 13 droht die Schließung. Eine Sanierung kommt für viele Kommunen nicht in Frage – aus finanzieller Sicht. Nur wenige Gemeinden können das Budget aufbringen, um ein Schwimmbad instand zu halten. Roos denkt dabei an das enorme Engagement seines Parteikollegen Willi Wagenpfeil, Bürgermeister des Marktes Hofkirchen. In seiner Gemeinde wurde das Schwimmbad aus eigenen Mitteln saniert. Über die fehlende Förderung von Seiten des Freistaats herrschte Unverständnis. Wagenpfeil bezeichnete die bestehende Förderregel als „falsche Strukturpolitik“ und richtete sich mit einer Petition an die Staatsregierung. Der Abgeordnete unterstützt dieses Vorhaben: „Die aktuellen Förderbestimmungen bevorzugen die Städte, der ländliche Raum geht wie immer leer aus.“

Die SPD-Fraktion im Landtag fordert einen staatlichen Sonderfonds von 30 Mio. Euro zur Unterstützung der Kommunen, die häufig die Sanierung nicht aus eigener Finanzkraft leisten können. „Den vollmundigen Ankündigungen der Staatsregierung, die Zuschüsse für Bäder zu erhöhen, müssen jetzt schnell konkrete Zahlen folgen. Wir werden da nicht locker lassen“, kündigte Roos an.