Mitarbeiter des Landratsamtes Freyung-Grafenau berichten auf Bürgermeisterdienstversammlung
über aktuellen Stand bei zentralen Diensten

Freyung. Ohne digitale Daten geht bei den Verwaltungen im Landkreis Freyung-Grafenau nichts mehr. Nach und nach werden immer größere Bereiche digitalisiert. Dabei wird ganz besonders darauf geachtet, dass alles besonders sicher abläuft, um die Daten entsprechend zu schützen. Zwei zentrale Dienste, die die Kommunen im Landkreis gemeinsam nutzen, sind das kommunale Behördennetz Freyung-Grafenau und das interkommunalen Geo-Informationssystems (GIS).

Auf der ersten Bürgermeisterdienstversammlung in der neuen Wahlperiode berichteten deshalb der Leiter des Sachgebietes Zentrale Informations- und Kommunikationstechnik im Landratsamt Friedrich Moosbauer und GIS-Administrator Michael Burghart über den aktuellen Stand beim Ausbau der Systeme, jüngste Neuerungen und geplante Maßnahmen.

Über das gemeinsame kommunale Behördennetz Freyung-Grafenau (KomBN FRG), das Landratsamt und Gemeinde- und Stadtverwaltungen im Landkreis mit den vorgesetzten Behörden und sowie untereinander
verbindet und das für dessen Betrieb zuständige Landkreis Service Center (LSC) im Landratsamt Freyung-Grafenau berichtet der Leiter des Sachgebietes Zentrale Informations- und Kommunikationstechnik im
Landratsamt Friedrich Moosbauer. Moosbauer erläuterte einige Neuerungen, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden. So gibt es mittlerweile eine neue, leistungsfähigere Firewall für das Behördennetz, oder besser gesagt sogar zwei. Beide sind, wie die zentralen Daten, auf zwei unabhängige Serverräume verteilt. Damit ist eine bedeutend höhere Ausfallsicherheit gegeben. Im neuen System ist es unkomplizierter möglich,
extern, also zum Beispiel von zuhause aus arbeitende Mitarbeiter über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) an das Behördennetz anzubinden.

Damit, so Moosbauer, habe man in Corona-Zeiten schnell Homeoffice-
Arbeitsplätze für Mitarbeiter des Landratsamtes oder der Gemeinde- und Stadtverwaltungen einrichten können. Um den ständig steigenden Anforderungen an schnelle Kommunikation gerecht zu werden hat man auch die Bandbreite der Leitung aus dem Landkreis zu den vorgesetzten Behörden deutlich erhöht, von vorher 100 Mbps auf jetzt 600 Mbps. Hierfür hat man auch Förderungen des Staatministeriums des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat in Anspruch genommen.

Zum Stand des interkommunalen Geo-Informationssystems (GIS) berichtete Michael Burghart, GIS-Administrator am Landratsamt. Mithilfe dieses GI-Systems lassen sich unterschiedlichste Daten in Form von Karten darstellen, die Gemeinden nutzen das System zum Beispiel für die detaillierte und ortsgenaue Darstellung des Kanal- über Trinkwassernetzes oder für die Erstellung von Baum- und Spielplatzkatastern. Diese Daten sind jederzeit auch mobil, etwa mit dem Smartphone, abrufbar. Die Entscheidungsträger, egal ob Bürgermeisterin, Bürgermeister, Verwaltungs- oder Bauhofmitarbeiter, haben sie also immer mit dabei. Burghart betonte, dass die kommenden Jahre in Hinblick auf GI-Systeme entscheidend werden. Der jetzt eingeschlagene Weg hin zu immer mehr Digitalisierung auch bei Behörden sei nicht mehr aufzuhalten. Er wies die anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aber auch darauf hin, dass die Daten nur so aktuell sein können, wie diese von den Mitgliedsgemeinden geliefert werden.

GIS-Administrator Michael Burghart (Foto: Landratsamt FRG)

Mit der Digitalisierung der Bauämter in den Rathäusern, so Burghart, müsse man sich auch auf veränderte Geschäftsprozesse bei der Raumplanung einstellen. So müssen bis 2022 alle Kommunen für die neuen Dateistandards XPlanung und XBau gerüstet sein. Diese Formate lösen in Zukunft die mehrfach gefalteten Bauanträge zur Neuplanung ab. Aber auch die Flächennutzungsplanung wird in Zukunft nur noch papierlos erfolgen. Auf diese Umstellungen arbeitet der Arbeitskreis GIS und das Landratsamt sowie die Rathäuser bereits hin. E-Government und GIS sind im Hinblick auf Planungen in Zukunft vielmehr miteinander verschmolzen als das bisher der Fall war, betonte der Administrator. Er sah sowohl die Gemeinden und als auch den Landkreis bestens vorbereitet auf die kommenden Herausforderungen.

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