Bürgermeister Urban Mangold lädt ehrenamtliche Bahngleis-Helfer zum Festabend ein

Zu einem Festabend auf dem Bahngleis hat Bürgermeister Urban Mangold die unermüdlichen Helfer eingeladen, die die Bahntrasse in der Innstadt gesäubert und freigeschnitten haben. Das schlechte Wetter am Mittwoch zwang zu einer kleinen Programmumstellung: Am Bahngleis wurde nur kurz angestoßen, anschließend waren die Aktiven des Förderereins Lokalbahn Hauzenberg-Passau zum Essen im Gallo Nero in der Schmiedgasse eingeladen.

„Ich bin der Meinung, dass diese schweißtreibende und uneigennützige Arbeit, öffentliche Anerkennung verdient“, sagte Mangold. Zu feiern gäbe es nicht nur den Etappenerfolg mit der Wiederherstellung einer gereinigten Bahntrasse, sondern auch „die Ausdauer der Helfer und die Treue zur Idee, das Klima zu schonen und mit einer Stadt-Umland-Bahn zur Reduzierung der Verkehrsproblematik beizutragen“, so Mangold.

Fördervereinsvorsitzende Heidi Bauer und Einsatzplanerin Monika Fecher bedankten sich in ihrer Tischrede für die Wertschätzung der Ehrenamtlichen: Beim Start der Arbeit, im Oktober 2016 seien die Schienen noch mit bis zu einem Meter Schlamm bedeckt gewesen. Baggern, Freischneiden, Gleisschrauben vom Hochwassersand befreien – das war eineinhalb Jahre die Freizeitbeschäftigung der Helfer. Die Männer hätten in die Gleiskörper gewachsene Bäume beseitigt, die Frauen das Gleis vom Sand befreit – alles absolut ehrenamtlich, betonten Bauer und Fecher. Erstaunlich sei, dass anderorts die Reaktivierung von Bahngleisen fest in Männerhand sei, in Passau liege dagegen der Anteil der am Bahngleis arbeitenden Frauen bei 40 Prozent.

In ihrer Motivation sind sich die Helfer mit Bürgermeister Urban Mangold einig: Eine Reaktivierung der Lokalbahn Passau-Hauzenberg wäre nicht nur touristisch interessant. Sie könnte als Teil eines Verkehrsverbundes, vernetzt mit der Ilztalbahn und mit der Rottalbahn die Passauer Verkehrsprobleme mildern, Ressourcen schon, Feinstaubbelastung eindämmen.

Fecher: „Es wäre sehr kurzsichtig, diese hier vorhandenen Möglichkeiten unüberlegt zu verschenken. Wir haben die Hoffnung, dass Passau innovative Ansätze verfolgt und die verkehrspolitische Steinzeit hinter sich lässt in Richtung auf einen nachhaltigen Verkehrsverbund, der zukunftstauglich ist. Dafür engagieren wir uns! Dafür setzen wir unsere Zeit und Energie ein!“