Elektroauto zuhause laden

Dank Photovoltaik-Anlage und Wallbox möglich

Viele Haushalte zögern mit dem Umstieg auf ein Elektroauto. Häufig ist die nicht ausreichende Anzahl öffentlicher Ladesäulen der Grund. Dabei besteht auch die Möglichkeit, die Fahrzeuge zuhause zu laden. Besonders interessant ist das für Haushalte mit eigener Photovoltaik-Anlage. Worauf Verbraucherinnen und Verbraucher hierbei achten sollten, erklärt die Energieberatung des VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB).

Selbst erzeugter Solarstrom ist umso lukrativer, je mehr davon im eigenen Haushalt verbraucht wird. Das regelmäßige Laden eines Fahrzeuges erhöht den Eigenverbrauchsanteil erheblich. Deshalb ist es empfehlenswert, möglichst viel der geeigneten Flächen für die Photovoltaik-Anlage zu nutzen. Die Installationskosten für Photovoltaik-Anlagen betragen rund 1.600 Euro je Kilowatt Peak (kWp). Für laufende Kosten wie Wartung, Stromzähler und Versicherungen sind etwa 150 Euro pro Jahr zu veranschlagen. Wer eine Anlage finanzieren möchte, kann dafür einen KfW-Kredit bekommen.

Es ist nicht zu empfehlen, Elektroautos an Haushaltssteckdosen aufzuladen, da diese nicht für langes Laden unter hoher Last ausgelegt sind. „Für höhere Ladeleistungen empfiehlt sich eine Wandladestation, ‚Wallbox‘ genannt. Diese ermöglicht nicht nur schnelles Laden, sondern erlaubt auch eine elektronische Kommunikation mit dem Fahrzeug und verringert Ladeverluste. Je nach Modell ist es zudem möglich, gezielt Überschussstrom aus einer Photovoltaik-Anlage zum Laden zu nutzen“, erklärt Johann Faltermeier, Energieberater des VSB. Die Kosten für die Installation liegen zwischen 600 und 2.500 Euro. Die Installation der Kabelverbindung vom Hauptverteiler im Haus, ein zusätzlicher Stromzähler und eine Schnittstelle zur Kommunikation verursachen weitere Kosten. „Privatpersonen können bei der KfW einen Zuschuss von 900 Euro für eine Ladestation bis 11 kW Leistung beantragen“, so Faltermeier.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale in Kooperation mit dem VSB hilft bei allen Fragen zu Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeichern und Ladestationen. Sie ist je nach Beratungsangebot kostenfrei oder kostenpflichtig (30 Euro). Persönliche Beratungen finden derzeit und im Rahmen geltender Vorschriften nur eingeschränkt statt.

Terminvereinbarung unter Telefon 0800 809 802 400. Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Weiterführende Informationen findet man im VSB-Tipp: https://www.verbraucherservice-bayern.de/themen/energie/im-einklang-photovoltaik-und-elektromobilitaet.