Freiräume für die Entwicklung der Kinder schaffen und Familien begleiten

Passau (can). Den gewohnten Kita-Alltag neu denken. Pädagogische Angebote überprüfen. Die Eltern einbinden. Mit Familien zusammenarbeiten. Rund 90 Leiterinnen von Kindertagestätten in der Diözese Passau kamen am Montag, 4.Juli, zum gemeinsamen „LeiterinnenForum (LeiF)“ nach Passau, um sich auszutauschen.

Der Caritasvorstand Dr. Michael Bär unterstrich, dass die Diözese Passau die Trägerschaft der Kindertagesstätten beibehalten werde. Er betonte die Notwendigkeit eines Konzepts für die Zusammenarbeit von Kita und Pfarrei mittels eines geeigneten Pastoralplans. Ein Ansatz dafür könnten „Familienzentren“ in den Gemeinden sein, in denen sich über die eigentliche Kita-Arbeit seelsorgerliche und soziale Angebote für Familien vernetzen.

Caritasvorstand Dr. Michael Bär (re.) mit dem Organisationsteam der Abteilung Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.

Caritasvorstand Dr. Michael Bär (re.) mit dem Organisationsteam der Abteilung Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.

Die Leiterin der Abteilung Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Christine Krammer, nahm Stellung zu den bundesweit über 100 000 Erzieherinnen, die laut einer Studie aktuell fehlen: „Das Problem liegt nicht an der Bezahlung, sondern an den Rahmenbedingungen des politischen Systems“. Es geht schlichtweg um mehr Zeit für die Kinder. Dennoch wollen und müssen die Einrichtungen im Bistum Passau Tag für Tag Kinder begleiten, ihnen Lebens- wie Bildungschancen eröffnen. Deshalb wurden beim Barcamp im „Spektrum Kirche“ Maßnahmen diskutiert: Wie Zeit zum Spielen finden? Wie mit dem Platzmangel umgehen? Wie mit Eltern zusammenarbeiten? Welche Werte bestimmen die Pädagogik?

Zum ersten Mal fand der Austausch überregional und an einem Tag statt, um neue Akzente zu setzen. Die Teilnehmerinnen gestalteten die Workshops und Diskussionen zu sieben Themen selbst. Deshalb die Form eines sogenannten Barcamps. Die Kleingruppenarbeit mit geeigneter Methodenvielfalt und Begleitung durch Fachberatung und Abschlussplenum moderierte der Caritas-Personalentwickler Thomas Lamsfuß.

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