Ein Platz unter den ersten Drei war eigentlich die Zielsetzung von Robert Dehner zu Saisonbeginn, dass es aber am Schluss zur Meisterschaft reichte war schon eine kleine Überraschung. Für dieses Ziel wurde bereits im Winter mit dem Konditionstraining begonnen.

Mit einer konstanten Saisonleistung legte der Vorstand vom MRC Neukirchen v. Wald e.V. im ADAC den Grundstein für den Titelgewinn der internationalen deutschen 2-Takt-Meisterschaft der IG Königsklasse in der Klasse bis 250 ccm.

Bei den insgesamt 12 Wertungsläufen konnte sich Robert Dehner mit seiner selbstgetunten Honda RS 250 nicht weniger als neunmal auf dem Stockerl platzieren. Bereits zum Saisonauftakt auf der GP Strecke im holländischen Assen zeigte der MRC Pilot eine tolle Leistung und holte mit Platz 2 und 4 gleich wertvolle Punkte im Kampf um die Meisterschaft. Nach dem Vorbild der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) werden auch bei der IG Königsklasse an jedem Rennwochenende zwei Meisterschaftsläufe durchgeführt. Den ersten Rennsieg konnte Robert Dehner bereits bei der 2. Veranstaltung nach einem starken 2. Platz in Rennen 1 beim zweiten Lauf auf dem Schleizer Dreieck (Deutschland) feiern. Mit zwei 3. Plätzen in Spa Franchochamps, auf der Lieblingsstrecke von F1 Legende Michael Schumacher, kehrte der 2-Rad-Fan aus Obernzell aus Belgien zurück. Der Saisontiefpunkt folgte in Frankreich mit einem technischen Ausfall und mit einem Sturz beim Regenrennen im tschechischen Most, jeweils im 1. Rennen. In Umlauf zwei zeigte der Honda Pilot aber seine Stärke und sicherte sich beide Male den sehr guten 3. Rang. Hoch motiviert reiste der MRC Vorstand zum Saisonfinale nach Oschersleben, war doch die Entscheidung um die Meisterschaft noch offen. Bei kühlem Herbstwetter stellte Robert Dehner steine Honda auf den 2. Startplatz und unterstich somit eindrucksvoll seine Titelambitionen. Mit tollen Rundenzeiten musste sich das MRC Team Mitglied nur dem dänischen Gaststarter Kenny Mathiessen geschlagen geben. Mit seinem 2. Platz übernahm Robert Dehner damit wieder die Führung in der Meisterschaft. Im letzten Lauf der Serie bewies er Nervenstärke und sicherte sich mit einem 3. Platz auch die Meisterschaft vor Ottmar Atzmüller aus Österreich und Marcel Meldel (Deutschland).

Die Leistung ist umso erstaunlicher, da der MRC Vorstand die Rennserie als „1-Mann-Team“ absolvierte und neben den Reisestrapazen auch für die technische Wartung der Rennmaschine verantwortlich war.