Schlehreut. Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl informierte sich auf Einladung von Dr. Volker Barth und Rita Barth über das medizinisch-therapeutische Angebot der Fachklinik Schlehreut.

Wegscheid. Die Fachklinik Schlehreut ist eine Einrichtung für die medizinisch-psychotherapeutische Rehabilitation von suchtkranken Frauen mit und ohne Kinder und existiert seit mittlerweile 50 Jahren. In erster Linie werden hier Frauen Wege aufgezeigt, wie sie ein von Suchtmitteln unabhängiges, selbstbestimmtes Leben führen können. Um auch den Kindern die notwenige Unterstützung und Förderung anzubieten, wurde mit ‚Needy‘ eine heilpädagogische Tagesstätte zusätzlich zur Kindertagesstätte der Fachklinik geschaffen. Auch präventive Maßnahmen spielen eine große Rolle. Die Erzieherin Katrin Kaufmann zeigte der Abgeordneten anhand von lebensechten Puppen, die Auswirkungen von Suchtmitteln auf das Kind in der Schwangerschaft. Nach wie vor wird auch der Alkoholkonsum während der Schwangerschaft unterschätzt. Wie wichtig Aufklärung ist, belegen die Zahlen. Etwa 10.000 Neugeborene pro Jahr leiden am Fetalen Alkoholsyndrom (FAS).

„Da die Frauen ihre Kinder hierher mitnehmen können, sind die Rückfallzahlen eher gering“, erklärte Dr. Barth. Zusätzlich zur Entwöhnung werde eine „interne“ Adaption angeboten. Gemeinsam mit den Frauen erarbeite man konkrete und realistische Perspektiven. Hauptziel hierbei sei die Teilhabe am sozialen und am Erwerbsleben auf der Basis eines stabilen und abstinenten Umfelds. Gerade die Rückkehr in das gewohnte Umfeld mit all den vorhandenen Problematiken sei eine der größten Herausforderungen für die Frauen.

 „Ich bin froh, dass es Einrichtungen wie die Fachklinik Schlehreut gibt. Suchtkranke Menschen brauchen die Möglichkeit einer Therapie und darüber hinaus Unterstützung. Besonders froh bin ich über die liebevolle Zuwendung, die die Kinder hier erfahren,“ so Rita Hagl-Kehl.