Rupert Berndl hat sein drittes Kochbuch verfasst: eine regionale Zeitreise durch die Jagd, die Küche und die Wilderei von 1848 bis 1948 im Bayerischen Wald

Drei Jahre hat es gedauert, bis sein Werk fertig gestellt war. Interviews mit 90-jährigen Frauen wurden geführt, Rezepte transkribiert und Archive durchgeforstet. Jetzt ist es vollendet, Rupert Berndls drittes Kochbuch – das viel mehr ist als die bloße Auflistung von alten Rezepten. Die Mühe hat sich gelohnt: „Rehragout und Schnepfendreck“ ist eine regionale Zeitreise ins 19. und 20. Jahrhundert – in eine Welt der Jagd, der Wilderei und der damals vorherrschenden Küche mit vielen soziologischen Einblicken.

Der Startschuss für Rupert Berndls drittes Kochbuch – obwohl er mit Kochen viele Jahre nichts am Hut hatte – war der Besuch eines Passauer Flohmarkts. „Mittlerweile bin ich kochtechnisch allerdings durchaus gewachsen und habe mir zwei Spezialgebiete angeeignet: jede Art von Strudel und Knödel“, erzählt Berndl stolz. Diese zwei Gerichte werden inzwischen in allen Variationen vom Autor höchstpersönlich gekocht. Eine riesige kulinarische Entwicklung, wenn man bedenkt, dass Rupert Berndl zu Studienzeiten seine „Durnerwirschtl“ noch in der Pfanne braten wollte.

Doch zurück zum Flohmarkt: dort fiel Berndl ein kleines Kochbuch in die Hände, das von einer Frau aus Saßbach verfasst war. Da Saßbach ein Ortsteil seiner Heimatgemeinde Waldkirchen ist, erregte dieses Büchlein seine Aufmerksamkeit. Durch den Fund kam Berndl auf die Idee, dass man aus diesen alten Rezepten herauslesen könnte, wie es den Menschen damals ergangen ist. „Geschichte und Soziologie haben mich schon immer interessiert“, erzählt Rupert Berndl.


Die ganze Story zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 47/20.

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