Lenkungsgremium kam zusammen

Freyung. Das Lenkungsgremium ‚Regionalmanagement’ des Landkreises Freyung-Grafenau trifft sich mindestens einmal im Jahr, um die laufenden und zukünftigen Projektearbeiten des Regionalmanagements zu durchleuchten und zu besprechen.

Heute fand im Landhotel/Gasthof Brodinger in Freyung die 2. Sitzung des Lenkungsgremiums statt. Dabei stand im Zentrum die Förderperiode 2016 bis 2018. In diesem Zeitraum bestand das Regionalmanagement des Landkreises aus einem Regionalmanager und einer Assistenzkraft. Eingebettet bleibt es in das Sachgebiet 14 am Landratsamt (Wirtschaftsförderung, Tourismus, Regionalentwicklung). Kernelement und somit Hauptaufgabe des Regionalmanagement ist es, die enge Abstimmung zwischen Regionalmanagement auf der einen Seite und Wirtschaftsreferent sowie LAG-Geschäftsführung und Tourismusreferent auf der anderen Seite.

„Pflege und Ausbau regionaler Netzwerke, Imageverbesserung, Bildung und Wirtschaft, grenzüberscheitende Zusammenarbeit sowie Existenzgründung sollen auch weiterhin die Kernthemenbereiche des Regionalmanagements bleiben“, betonte Landrat Sebastian Gruber bei der anschließenden Pressekonferenz. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur positiven Gestaltung der Demografie ergriffen und der Kampf gegen den allgemeinen Fachkräftemangel aufgenommen.

Landrat Gruber, Stefan Schuster (Regionalmanager im Landratsamt) und auch Ralph Heinrich, Wirtschaftsreferent des Landkreises Freyung-Grafenau sind sich einig; mit seiner Arbeit hat sich das Regionalmanagement verstetigt. Es ist in gut ausgebaute und funktionierende Netzwerke eingebettet. Doch unverzichtbar bleibt dabei die stetige Pflege der bestehenden Netzwerke und die Initiative, diese Netzwerke zu erweitern und auszubauen. So soll eine umfassende Netzwerkarbeit auch in Zukunft unerlässlich sein. Doch entscheidend für all diese erfolgreichen Arbeiten ist die Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit.

So wurde u.a., um dem demografischen Wandel entgegenzutreten, und mit entsprechenden Projektpartnern die Imagekampagne „Mehr als du erwartest“ realisiert. Diese Kampagne hat einerseits zum Ziel, junge Leute aus der Region zu überzeugen, im Landkreis zu bleiben bzw. nach dem Studium oder der Ausbildung nicht abzuwandern, andererseits soll mit dieser Werbekampagne, die zurzeit auch in München mittels Plakatierungen zu bewundern ist, erreicht werden, junge und gut ausgebildete Menschen außerhalb von Freyung-Grafenau dazu zu bewegen, sich im Landkreis beruflich wie auch privat niederzulassen.
Die Imagekampagne ‚Mehr als du erwartest“ (Infos unter: www.mehralsduerwartest.de) läuft, unterstützt mit Fördergeldern des Freistaat Bayern, bis Ende 2018. Aktiv darin eingebunden ist auch die heimische Wirtschaft, die sich jederzeit mit einbringen und sich so noch besser in Szene setzen kann, um so gut qualifizierte Fachkräfte zu generieren und auch zu erhalten.

Gerade bei dieser Werbekampagne gibt es aber auch kritische Stimmen aus dem Landkreis zu verzeichnen; nicht, was die professionelle Umsetzung und Aufmachung (Website, Broschüre, Plakatierung, Werbefilm usw.) anbelangt, vielmehr jedoch die Frage nach messbarem Erfolg. Denn steigende ‚Gefällt mir’ Angaben bei der Facebook Fan Page und steigende Zugriffszahlen auf der Website sind das eine, doch wie kann – während und am Ende der Kampagnen-Periode – tatsächlich festgestellt werden, wer sich aufgrund dieser Werbemaßnahmen tatsächlich im Landkreis Freyung-Grafenau niedergelassen hat?
Durchaus ein berechtigter Einwand. Doch ist es nicht so, dass es heute und gerade in einer schnelllebigen und digitalisierten Welt in erster Linie darum geht, sich einfach (aber bestimmt!) positiv zu zeigen und zu positionieren? Ganz unter dem Motto ‚Mehr als du erwartest’?

(Bild: Lenkungsgremium ‚Regionalmanagement‘ Freyung-Grafenau traf sich in Freyung – Foto: MuW/c.niggli) 

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