Landrätin Rita Röhrl (li.) mit Jugendamtsleiter Martin Hackl und den zuständigen Mitarbeiterinnen des Kreisjugendamtes, von unten rechts: Rosemarie Artmann, Michaela Müller, Sandra Holzer, Stefanie Graßl und Nicole Ernst (Foto: Wölfl/Landkreis Regen)

Wertschätzung für alle Kindergärten und Tagespflegestellen

Blumengruß für alle Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen im Landkreis Regen

Regen. „In den Kindertageseinrichtungen wird der Grundstein fürs Lernen gelegt“, sagt die Kindheitspädagogin Nicole Ernst vom Jugendamt Regen und ergänzt: „Hier werden durch das Engagement der Fachkräfte Kompetenzen erlernt, auf die ein Kind ein Leben lang zurückgreifen kann.“ Damit Kinder zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten heranreifen können, müssten Eltern und die Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen und den Kindertagespflegestellen zusammenarbeiten und viel Einsatz bringen. „Bekanntlich übernehmen Menschen Verantwortung für das, was sie bereits in Kindertagen erlebt und erlernt haben“ und spiele die außerfamiliäre Bildung, Betreuung und Erziehung für die Entwicklung von Kindern eine wesentliche Rolle.

„Durch sich verändernde Rollenbilder und die neue Arbeitswelt sind die Betreuungsangebote in den vergangenen Jahrzehnten für alle Familien immer wichtiger geworden“, so Ernst weiter. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe in den letzten Jahren einen sehr hohen Stellenwert angenommen und ohne vielfältige, qualitative, hochwertige Angebote könnte dieses Konzept in vielen Familien nicht umgesetzt werden.

„Obwohl Kindergärten und Kindertagespflegestellen coronabedingt zuletzt nur in Notbetrieb geöffnet oder sogar geschlossen waren, ist vielen Eltern durch die Pandemie einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig die pädagogischen Fachkräfte und die Kindertagesbetreuung für ihre Kinder sind“, betont die Pädagogin. Denn diese kümmerten sich in dieser schweren Zeit nicht nur um die Kinder, die Anspruch auf Notbetreuung haben, sondern halten auch durch verschiedenste Aktionen Kontakt zu allen Kindern, die zu Hause betreut wurden.

Eine der Fachkräfte, die die Situation sehr gut kennt ist Erika Kilger. Sie ist die Leiterin der Kindertagesstätte St. Josef in Geiersthal und beschreibt das Kindergartenjahr 2020/21 in Zeiten der Pandemie „als sehr herausfordernd, weil den Fachkräften in dieser Zeit besonders viel Flexibilität abverlangt wurde, ob bei der Organisation der gruppenbezogenen Betreuung oder um Kontakt zu den Familien zu Hause zu halten. Immer war Engagement und Kreativität gefragt.“ Muttertagsgeschenke gab es beispielsweise to go, das heißt, die Fachkräfte stellten in den Einrichtungen Taschen mit Bastelanleitungen für die Kleinsten zur Abholung für die Familien bereit.

„Kreative Ideen zur Kontaktpflege mit den Familien hatte oberste Priorität und für die Kinder in der Notbetreuung war stets wichtig, dass sie möglichst viel Normalität erleben konnten“, so Kilger weiter. Auch wenn es im Alltag nicht einfach war, wurden Strukturen, wie etwa das tägliche Mittagessen im Kindergarten aufrechterhalten.

„Fachkräfte wurden so in Zeiten der Pandemie zu Allroundtalenten“, stellt Ernst fest. Für die Umsetzung von Vorgaben durch das Ministerium, habe es wenig Vorlaufzeit gegeben, „umso flexibler und spontaner mussten die Fachkräfte dabei sein, Hygienepläne zu aktualisieren oder die Neuregelungen der Notbetreuung in ihrer Einrichtung auf den aktuellen Stand zu bringen.“

„Uns allen ist in dieser Pandemie deutlich geworden, wie wichtig soziale Kontakt für uns sind und wir hoffen, dass die Normalität durch die Bekämpfung der Pandemie schnellst möglich zurückkommt, denn Kinder brauchen Kinder. Der unermüdliche Einsatz der Fachkräfte in den letzten Monaten verdient Anerkennung und Respekt“, weiß die Kindheitspädagogin.

Gerade deshalb nahm Landrätin Rita Röhrl, zusammen mit dem Kindertagesbetreuungsteam des Kreisjugendamtes, den bundesweiten Aktionstag „Tag der Kinderbetreuung“ zum Anlass, um allen Fachkräften in der Kinderbetreuung und Kindertagespflege mit einem Blumengruß die gebührende Wertschätzung entgegen zu bringen. „Hier wird jeden Tag eine wertvolle Arbeit geleistet“, sagt Röhrl. „Die Leistungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdient unser aller Respekt und Dankbarkeit“, so die Landrätin weiter.

Das Kindertagesbetreuungsteam hat diesen Gruß persönlich in den Einrichtungen und Tagespflegestellen vorbeigebracht und so durften sich die Beschäftigten in den Kindertagesstätten am Montag, 10. Mai, über einen Blumengruß freuen.