Im historischen Tonnengewölbe und dem Showroom "Licht-Freude" von Laura Amberger (3.v.r.) ging den wild&weiblich-Unternehmerinnen mit ihrer Vorsitzenden Roswitha Prasser (2.v.l.) von der Kerze bis zur Designleuchte ein Licht auf (Foto: Privat)

Unternehmerinnen geht ein Licht auf

Vom Onlineshop zum Showroom: Ökologisch und deutschlandweit einzigartiges Unternehmenskonzept „Licht-Freude“ begeistert ‚wild&weiblich‘-Mitglieder

Viechtach. Über die Wichtigkeit der richtigen Beleuchtung und über die erfolgreiche Symbiose eines Onlineshops und eines stationären Verkaufsladen informierten sich die Mitgliederinnen des Vereins „wild&weiblich“-Unternehmerinnen im Dreiländereck Bayern-Böhmen-Oberösterreich e.V.“ bei Unternehmerin Laura Amberg in ihrem vor wenigen Monaten eröffneten Showroom „Licht-Freude“.

Nur wenige Gehminuten vom Viechtacher Stadtplatz entfernt, präsentieren sich in einem geschmackvoll renovierten Gewölberaum ein paar Dutzend verschiedenster, nachhaltig produzierter Leuchten in bekannt klassischen aber auch überraschend neuen Formen. In dem lichtdurchfluteten Wohlfühlambiente ihres kürzlich eröffneten Ladens erklärte Geschäftsinhaberin Laura Amberger den interessierten Unternehmerinnen ihren persönlichen Werdegang von der Angestellten zur Selbstständigkeit. Trotz ihres sicheren Berufs in leitender Position im HR-Bereich, fühlte sie den Wunsch nach Veränderung. Als Amberger 2011 ihren Onlineshop für nachhaltige Beleuchtung ins Leben rief, leistete sie Pionierarbeit für die Branche. Jetzt, zum zehnten Jubiläum ihres „Licht-Freude“-Onlineshop, hat die Unternehmerin ihr digitales Geschäftsmodell um ein stationäres ergänzt: Sie eröffnete Mitte Juni ein Studio im geschichtsträchtigen Penzkofer-Haus in Viechtach.

Das neue Ladenlokal passe architektonisch perfekt zu ihrer „Licht-Freude“-Philosophie, betont die engagierte Lichtexpertin. Auf gut 50 Quadratmetern und unter dem historischem Tonnengewölbe könne sie nun die ästhetische Wirkung von Licht richtig demonstrieren und „ich kann meinen Kunden aus dem Umkreis einen tollen Showroom bieten“, freut sich Amberger.

Für die 45-Jährige ist Licht viel mehr als nur Helligkeit. Es ist Sicherheit. Gemütlichkeit. Sinnlichkeit. Kurzum: Atmosphäre. „Licht ist in der Lage, unsere Stimmung zu beeinflussen“, weiß die Beleuchtungsspezialistin und erklärt: „Dass sich manche Menschen in ihren Häusern nicht so richtig daheim fühlen, kann mitunter am falschen Licht liegen. Wer zu lange in die Nacht hinein bei Tageslicht-Beleuchtung arbeitet, muss sich nicht wundern, wenn er schlecht einschlafen kann. Aber richtig eingesetzt, kann Licht für Behaglichkeit sorgen und überaus wohltuend wirken: bei warmer, klarer Farbe etwa – und passender Akzentuierung.“

Laura Amberger setzt von Anfang an auf die ökologische Herstellung und Nachhaltigkeit ihrer Leuchten und ist mit ihrem Konzept bis dato deutschlandweit einzigartig. Umweltbewusst führt sie auch ihr Geschäftskonto bei einer ethisch-ökologischen Direktbank und achtet auf den klimaneutralen Transport der Ware zu den Kunden. „Um auch nachfolgenden Generationen ein komfortables Leben auf dieser Welt zu ermöglichen, müssen wir eine ökologische und soziale Verpflichtung eingehen“, ist die zweifache Mutter überzeugt.

Auf die Frage ‚Wie werden wir uns in fünf oder zehn Jahren beleuchten?‘ antwortet Amberger: „Biodynamisches, auf den Menschen zentriertes Licht, sogenanntes ‚Human Centric Lighting‘ wird zum Standard werden. Künftig werden immer mehr Hersteller neben der rein visuellen auch die emotionale Wirkung von Licht berücksichtigen und ihre Produkte dem natürlichen Verlauf des Tageslichts anpassen. So wird eine Lampe zu einer bestimmten Uhrzeit ihr Licht automatisch dimmen und damit ganz individuell auf die Wünsche und Erfordernisse der Menschen reagieren.“

Die Vereinsmitglieder zeigten sich von dem Showroom und der engagierten Unternehmerin beeindruckt. Mit dem traditionellen Erfahrungsaustausch in dem neu eröffneten Restaurant Lieb.Ess von Theresia Hashemi und bei afghanischer Küche ließen die Unternehmerinnen einen lichtvollen Abend ausklingen.