Sonderbus für die FOS- und BOS-Schüler

Fortbestand der Bahnlinie Gotteszell-Viechtach ist bis ins Jahr 2023 gesichert

Regen. Lediglich sechs Tagesordnungspunkte standen auf der öffentlichen Einladung zur jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschafts-, Umwelt- und Tourismusfragen im Landkreis Regen. Doch die Räte mussten auch mehrere nicht öffentliche Punkte in der von Landrätin Rita Röhrl geleiteten Sitzung abarbeiten.

Zu Beginn befasste sich das Gremium mit einem Antrag der ödp-Fraktion. Deren Mitglieder hatten die Anstellung eines Energie- und Klimamanagers gefordert. Der Antrag wurde ebenso, wie der nachfolgende Antrag der Bündnis 90/Grünen-Fraktion, auf Evaluation und Überarbeitung des Energienutzungsplanes, vertagt. Landrätin Röhrl hatte sich für die Vertagung eingesetzt, weil in den kommenden Wochen zu diesen Themen noch Konkretisierungen zu neuen Regelungen und Förderungen kommen sollten. Dann müsse sich der Kreistag intensiv mit dem Thema auseinandersetzen, so die Landrätin weiter. Dieser Argumentation folgten die Ausschussmitglieder und beschlossen die Vertagung.

Einstimmig stimmten die Räte der Fortführung der Schülerbusergänzung für die FOS/BOS in Regen zu. Demnach werden auch künftig Vieachtacher Schüler und Schülerinnen, die an der Fahrstrecke wohnen, in dirketes Fahrangebot haben.

Im Anschluss daran wurden die Ausschussmitglieder darüber informiert, dass der Stadtbus in Regen neu vergeben wurde; es fahren in den kommenden zwei Jahren Busse der Firma Oswald aus Regen.

Gute Nachrichten hatte die Landrätin beim Thema Bahnstrecke Gotteszell-Viechtach im Gepäck. Beim letzten Runden Tisch habe das Ministerium klar gemacht, dass der Betrieb bis zum Jahr 2023 sicher ist. Dann sollen die Bahnverkehre im Landkreis neu ausgeschrieben wrden, so müsse bis dahin klar sein, wie es weitergeht.

Auch Christina Wibmer hatte gute Nachrichten mitgebracht. So plant die Gemeinde Sankt Englmar dem Gäste-Umweltticket, kurz GUTi, beizutreten. Zudem soll die ÖPNV-Anbindung Viechtach-Kollnburg-Sankt Englmar ausgebaut werden.

In nicht öffentlicher Sitzung beschlossen die Räte, dass der Nahverkehrsplan für den Landkreis Regen nicht wie geplant extern erstellt werden soll. Vielmehr soll der Plan nun im Landratsamt ausgearbeitet werden. Den Mitarbeitern soll ein geeignetes Planungsbüro, das mit Rat und Tat zur Verfügung steht, zur Seite gestellt werden.

Ferner wurde den Ausschussmitgliedern mitgeteilt, dass der Auftrag zur Tragschichtverstärkung an der Kreisstraße REG 12, Kirchberg – B85, in Eilhandlung vergeben wurde. Den Zuschlag für den dritten Bauabschnitt erhielt demnach ein Schöllnacher Unternehmen für rund 234 000 Euro.

Etwas teurer, nämlich beinahe 289 000 Euro, sind die Arbeiten für den Deckenbau mit Tragschichtverstärkung an der REG 10 zwischen Zwiesel und Lindberg. Auch hier nahm der Ausschuss die Vergabe zur Kennntnis.

Über den größten Auftrag, die Vergabe der Arbeiten an der REG 1, der Instandsetzung der Fahrbahndecke Bischofsmais, wurde im Ausschuss abgestimmt. Einstimmig ging der Auftrag für rund 615 000 Euro an ein Deggendorfer Unternehmen.

Einstimmig stimmten die Kreisräte ebenfalls für den Kauf eines Grundstücks in Höllmannsried. Dort wird der Kreis rund 11 419 Quadratmeter an Waldfläche erwerben. Das Grundstück soll eine Tauschfläche sein.

Während der Sommer sich seinem Höhepunkt nähert, musste in der Sitzung über die Beschaffung der Gerätschaften für den Winterdienst beraten werden. So wird für 252 280 Euro ein neuer Unimog angeschafft. Dieser soll mit einem rund 30 000 Euro teuren Streugerät und einem rund 10 000 Euro teuren Schneepflug ausgestattet werden. Auch hier gab es keine Gegenstimmen.