‚Den Pass der neuen Heimat‘

Landrätin Rita Röhrl (vorne links) mit Ehepaar Annamária Keszenheimer und Róbert Eizner (2. Reihe), dahinter Mohammad Hussein (von rechts), Sachgebietsleiterin Simone Kasberger und Sachbearbeiter Christian Raith (Foto: Langer/Landkreis Regen)

Neue Staatsbürgerinnen – und bürger hoffen auf eine glückliche Zukunft im Landkreis Regen

Regen. Sechs Einbürgerungen fanden kürzlich im Landratsamt Regen statt. Dabei erhielten eine ungarisch-rumänische Familie und ein gebürtiger Syrer neben ihren bisherigen Staatsbürgerschaften die deutsche Staatsbürgerschaft. Die eingebürgerte indische Frau hat mit Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft ihre bisherige verloren.

Landrätin Rita Röhrl bürgerte Annamária Keszenheimer, Róbert Eizner und ihre Kinder Lukas und Denis ein. Dabei erkundigte sie sich auch nach dem bisherigen Leben dieser Personen. Annamária berichtete davon, dass sie in Rumänien zur deutschstämmigen Minderheit gehörte und deswegen auch eine deutsche Schule besuchte. Nach dem Gymnasium studierte sie an der Babes-Bolyai Universität in Klausenberg und machte ihren Masterabschluss im deutschen Studiengang Internationales Management. Danach war sie für ein Industrieunternehmen und ein Logistikunternehmen beschäftigt. Nach ihrer Ankunft in Deutschland arbeitete sie bei einer Bistrokette und betreute dort zehn Filialen. Derzeit ist sie in Elternzeit. Auch ihr Ehemann Róbert Eizner wurde deutscher Staatsbürger. Der gelernte Heizungsbauer hatte bisher die ungarische und rumänische Staatsbürgerschaft. Er machte an der Abendschule sein Abitur. Er hat zudem eine Elektrikerausbildung und arbeitet derzeit bei einem großen regionalen Bauunternehmen als Leitender HLS-Monteur. Mit eingebürgert wurden auch ihre fünf und drei Jahre alten Kinder Lukas und Denis.

Mary Virgine Sheela Schrogl freut sich mit Ehemann Helmut Schrogl (vorne) über die Einbürgerung. Es gratulierten Jurist Frederick Fauser (von links), Sachgebietsleiterin Simone Kasberger und Sachbearbeiter Christian Raith (Foto: Langer/Landkreis Regen)

Seit dem September 2014 lebt Mohammad Hussein in Deutschland. Der gebürtige Syrer wurde nun von Landrätin Rita Röhrl eingebürgert. In mehreren Sprachkursen hat er die deutsche Sprache erlernt. Neben seiner kurdischen Muttersprache beherrscht er auch Arabisch und Englisch sehr gut. Seit September 2019 arbeitet er in Viechtach bei einem Industrieunternehmen als Produktionshelfer. In seiner Heimat hat er die allgemeine Hochschulreife erworben und vor seiner Flucht ein Studium als Bauingenieur begonnen.

Unter Beisein des Juristen Frederick Fauser konnte die Sachgebietsleiterin Simone Kasberger auch Mary Virgine Sheela Schrogl zur deutschen Staatsbürgerin erklären. Die 55-jährige Inderin hat vor 23 Jahren ihren österreichischen Ehemann in Linz geheiratet und lebt nun bereits über 20 Jahre in Deutschland. In Indien hat Schrogl als Lehrerin an einer Grundschule gearbeitet. Nach der Ankunft in Deutschland fand sie als Sekretärin der katholischen Kirche in München eine Anstellung, später leitete sie unter anderem eine Modeboutique. „Deutschland ist in den vergangenen Jahren mein Lebensmittelpunkt geworden“, sagt die Mutter einer mittlerweile 19-jährigen Tochter, und deswegen wollte sie nun auch die deutsche Staatsbürgerschaft haben.