„Ahmad ist wirklich ein anständiger junger Mann, der klare Ziele in seinem
Leben hat. Unser erstes Gespräch über Skype verlief in einer angenehmen Atmosphäre und es waren auch schon tiefgründige Passagen waren dabei, wie er unter anderem seine Familie in Syrien vermisst. Ich bleibe auf alle Fälle dabei und mache mit meiner Online-Sprachpatenschaft weiter.“

Benjamin ist einer der 9 Sprachpaten, der sich schon beim ganz neuen Online-Sprachpatenprojekt des Vereins „Gemeinsam leben & lernen in Europa“ engagiert. Über Facebook hatte er beim Verein angefragt, wie er sich in Zeiten von Corona engagieren kann und einen Tag später war er schon im Einsatz.

Ausgedacht hat sich das Projekt Geschäftsführerin Perdita Wingerter, die die Geschäfte und das Team des Vereins von zu Hause aus lenkt. „Im Moment fallen ja auch alle Deutschkurse aus, die ganzen Leute sitzen alleine zu Hause und haben keinen Kontakt außerhalb des eigenen Familien- und Bekanntenkreises. Aber sehr viele haben Zeit und sehr viele Menschen wollen sich engagieren. So kam mir die Idee, die Menschen online über Skype zusammenbringen.“ Und mit der Organisation von Sprachpatenprojekten hat der Verein ja langjährige Erfahrungen, da er Sprachpatenprojekte für Kinder, junge Erwachsene, Erwachsene sowie Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund und ein Café Deutsch organisiert. Außerdem zählt die Vermittlung ins Ehrenamt zu den Hauptzielen des Vereins. „Es würde uns freuen, wenn wir auch ältere Menschen als Ehrenamtliche gewinnen,“ wünscht sich Wingerter. „Viele nutzen ja schon Skype, um mit ihren Familien in Kontakt zu sein. Und vielleicht können wir ihnen über unser Projekt das Gefühl geben, dass sie gebraucht werden und nicht nur geschützt werden müssen.“

Omar Al Buhkari aus Syrien im Skype-Gespräch mit Franz Szabo (Foto: via Gemeinsam leben & lernen in Europa e.V.)

Organisatorisch läuft alles schon sehr reibungslos. 8 von 9 Sprachpatenschaften sind schon gematcht und alle Beteiligten sind begeistert. Andreas Trpak, Bundesfreiwilliger im Verein, der normalerweise das Programm im Gemeinschaftsraum sowie das Café Deutsch organisiert, übernimmt das Matching der Sprachpartner. „Interessierte Deutsche und Geflüchtete bzw. Migranten melden sich bei uns über Facebook, Email, WhatsApp oder Telefon, ich führe mit jedem ein Skype-Gespräch und vermittle dann die Sprachpartner. Außerdem stehe ich den Teilnehmern als Ansprechpartner zur Verfügung, falls es Probleme gibt oder gebe Tipps, wie man die Sprachpatenstunde gestalten kann.“ Und das Konzept geht auf: Drei Frauen, die im Verteiler für das Frauencafé sind, haben sich auch schon gemeldet und suchen eine Sprachpatin. Sprachpatin Lena, die die die allererste Online-Sprachpatenschaft übernahm, kann dieses Ehrenamt nur empfehlen: „Ich habe mit meiner Sprachpartnerin Martina aus Kroatien geskypt. Sie ist wirklich sehr nett und spricht besser Deutsch als ich erwartet habe. Wir haben auch schon die Termine für nächste Woche ausgemacht und skypen jetzt zweimal wöchentlich eine Stunde. Danke noch mal für die Vermittlung. Das macht wirklich Spaß.“

Wer Interesse an einer Sprachpatenschaft, meldet sich per Email an info@gemeinsam-in-europa.de, per Telefon oder WhatsApp an 01729545364 oder per Facebook-Messenger an @Gemeinsam.in.Europa 

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