Fahrzeugbranche weiterhin stark im Minus

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik verzeichnete die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes in Bayern im Mai 2020 gegenüber dem Vorjahresergebnis einen Rückgang von 31,9 Prozent. Die ersten fünf Monate des Jahres 2020 erbrachten ein Minus von 16,2 Prozent.

Die Produktion der bayerischen Industrie (Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, bezogen auf den Berichtskreis „Betriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten“) war im Mai 2020 weiterhin von schweren Corona-Auswirkungen gezeichnet. Sie musste gegenüber dem Vorjahresergebnis ein Minus von 31,9 Prozent und damit einen ähnlich hohen Rückgang wie im April 2020 (-33,1 Prozent) hinnehmen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt,
verringerte sich die Produktion bei den Investitionsgüterproduzenten um
41,3 Prozent, bei den Vorleistungsgüterproduzenten um 23,1 Prozent und bei den Verbrauchsgüterproduzenten um 15,3 Prozent.

Dementsprechend zeigt auch der Vergleich mit den ersten fünf Monaten des Jahres 2019 im entsprechenden Zeitraum 2020 einen Produktionsrückgang (-16,2 Prozent). Dabei nahm die Produktion bei den Investitionsgüterproduzenten um 22,2 Prozent, bei den Vorleistungsgüterproduzenten um 10,2 Prozent und bei den Verbrauchsgüterproduzenten um 5,6 Prozent ab.

Bei der Betrachtung der einzelnen Wirtschaftsabteilungen des Verarbeitenden Gewerbes mussten auch im Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahresergebnis teilweise heftige Produktionsrückgänge festgestellt werden, wobei das Minus in der Branche „Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen“ noch verhältnismäßig gering ausfiel
(-5,7 Prozent). Dagegen wurde vor allem in Bayerns bedeutendem Wirtschaftszweig „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ erneut ein starkes Produktionsminus (-59,1 Prozent) verzeichnet. Allerdings war hier der Rückgang nicht mehr ganz so hoch wie noch im April 2020 (-72,8 Prozent). Auch in der Branche „Metallerzeugung und -bearbeitung“ sind die Auswirkungen der Corona-Krise weiterhin deutlich spürbar, was sich im Mai 2020 in einem Minus von 40,4 Prozent widerspiegelt.

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