MdL Alexander Muthmann drängt auf schnelle Entscheidung

Viechtach im Landkreis Regen. Ende Sepember 2018 läuft der zweijährige Probebetrieb auf der Bahnstrecke Viechtach-Gotteszell aus. In einem Schreiben an Staatsministerin Ilse Aigner vom 7. Mai 2018 drängt der Freyunger Landtagsabgeordnete Alexander Muthmann auf eine schnelle Entscheidung, denn schließlich müssten die Schülerbeförderung ab dem neuen Schuljahr 2018/19 organisiert und der Schülerverkehr gewährleistet werden. Muthmann selbst tritt nach einer erneuten Probephase für eine Überführung in den Regelbetrieb ein. Er verlangt, das Kriterium von 1 000 Fahrgastkilometern pro Tag, wie es die Bayerische Eisenbahngesellschaft für die Reaktivierung einer Stecke vorschreibt, zu korrigieren.
Die Vorgabe der Bayerischen Eisenbahngesellschaft könne umso leichter erreicht werden, je dichter besiedelt die Region sei, die durch die Bahnlinie erschlossen werde. Der Landkreis Regen habe da von vornherein schlechte Karten, denn er gehöre mit einer Fläche von 974,92 Quadratkilometern und 77 305 Einwohnern – das sind 79 pro Quadratkilometer – zu den vergleichsweise dünner besiedelten Regionen Bayerns. „Damit sinkt von vornherein die Chance, dieses von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft für unumstößlich gehaltene Kriterium zu erreichen“, folgert Alexander Muthmann, der dem Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags als beratendes Mitglied angehört. In dem Brief an Verkehrsministerin Ilse Aigner erinnert der Abgeordnete an das Verfassungsziel gleichwertiger Lebensbedingungen in ganz Bayern. Unter diesem Aspekt müsse man auch den dünner besiedelten Regionen wie dem Landkreis Regen die Chance eröffnen, die Reaktivierungsbedingungen zu erreichen.

Die zweijährige Probephase auf der Linie Viechtach-Gotteszell habe gezeigt, dass die Fahrgastzahlen erfreulich hoch seien und die Akzeptanz weiter steige. Damit sei im Kern die Voraussetzung für die Reaktivierung der Bahnstrecke gegeben“, stellt Muthmann fest. Bei der Linie Viechtach-Gotteszell gehe es um die weitere Ertüchtigung und dauerhafte Sicherung eines Betriebes, der sich schon nach einem zweijährigen Probebetrieb zum Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs entwickelt habe. Um zum Ziel zu kommen, schlägt Muthmann eine Fortführung des Probebetriebs um weitere drei Jahre vor. In dieser Zeit könnte dann der Dauerbetrieb auf der Strecke sorgfältig vorbereitet werden. Für eine solche Lösung hatte sich auch Innenminister Joachim Hermann vor der Kabinettsumbildung ausgesprochen, als er noch für den Verkehr zuständig war.

Schreiben an Staatsministerin Ilse Aigner (PDF)