Das dritte Passauer Impuls Festival ging erfolgreich über zahlreiche Bühnen

(von Tobias Schmidt)

Passau. Dass man mit heißen Rhythmen gut durch den kalten Passauer Winter kommt, zeigte das vom Verein Impuls e.V. veranstaltete gleichnamige Popkultur- und Liveclubfestival auch in seiner dritten Ausgabe am 19./20. Januar wieder.

Just als Rainer von Vielen am Eröffnungsabend in der Redoute mit den Didgeridoo-Grooves seines Projektes Orange einheizte, fiel draußen – wie schon in den beiden Jahren zuvor – dichter Schnee. Durch den sich auch heuer wieder viele Musikfreunde und –entdecker zu den von Jahr zu Jahr zahlreicher werdenden Auftritten und Locations tummelten. Über den im Entstehen begriffenen Liveclub Zauberberg berichteten wir bereits, die Heilig-Geist-Kirche war auch diesmal wieder ein exquisiter Ort für die Songwriterkonzerte des Festivals; Café Museum, Zeughaus, Redoute und Scharfrichterhaus waren ja bereits bei der Festivalpremiere mit dabei.

Impuls Festival 2018, Café Museum; „Die Nowak“ (Foto: Schmidt)

Impuls Festival 2018, Redoute; „The Whiskey Foundation“ (Foto: Schmidt)

Heuer kam noch der Jugendtreff Domino in der Innbrückgasse mit seiner knapp drei Quadratmeter messenden, „kleinsten Livebühne Passaus“ hinzu. Musikalisch ging es wieder quer durch alle Genres: Rap ohne allzu dicke Hose, dafür mit geistreichen Texten übers Beziehungswirrwarr der Generation Y gab’s bei Mine & Fatoni, Bluesrock mit hoher Oktanzahl bei The Whiskey Foundation. Faustdick hinter den Ohren hat’s der Poprock mit Punkattitüde der Zitronen Püppies – sie spielten auch bei der Festivaleröffnung im Großen Rathaussaal auf. Bei den Clubsounds’n‘„Knöpfchendreher“-Acts war wohl die Formation Leyya ganz vorn in der Gunst des Publikums. Und zwei tolle Liedermacherinnen gab’s zu entdecken: Kritikerliebling und Würzburger Stimmwunder Lilly among clouds und Rebekka Maier, sonst Stimme des Regensburger Elektropop-Duos Cato Janko, die solo als Die Nowak ein Erlebnis ist. Pop ante portas, Moderne Mucke in der Passauer Region – das Impuls Festival verfolgt dabei zweierlei Anspruch: nachts das regionale Popschaufenster sein, tagsüber Werkstatt für den Popnachwuchs. In Workshops geht es dann um Songwriting, Bandmanagement, Tourorganisation, Optimierung des Bühnensounds und mehr. Das ist auch 2018 wieder erfolgreich gelungen.

Impuls Festival 2018, Redoute; „Orange“ (Foto: Schmidt)

(Titelbild: Impuls Festival 2018, Zeughaus; „Leyya“ – Foto: Schmidt)

Pop ante portas
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