Freyung-Grafenau. Polizeipräsident Herbert Wenzl überreichte am Freitag, 12.04.2019, im Rahmen des jährlichen Sicherheitsgesprächs den Sicherheitsbericht  2018 für den Landkreis Freyung-Grafenau an Landrat Sebastian Gruber. Deutlicher Rückgang der Gewaltkriminalität. Höchste Aufklärungsquote in Niederbayern.

Am Freitag fand am Landratsamt Freyung-Grafenau das jährliche Sicherheitsgespräch statt. Polizeipräsident Herbert Wenzl händigte im Rahmen des Gesprächs den Sicherheitsbericht des Polizeipräsidiums Niederbayern für das vergangene Jahr an Landrat Sebastian Gruber aus. Besonders hervorgehoben wurde die positive Entwicklung der Zahlen der Gewaltkriminalität, sowie die niederbayernweit höchste Aufklärungsquote.

Die Gesamtkriminalität, ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße, ist im Landkreis Freyung-Grafenau im vergangenen Jahr um 91 Straftaten auf 1.893 Fälle angestiegen. Dies bedeutet eine Steigerung um 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Ein wichtiger Index für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung ist die sog. Häufigkeitszahl. Sie gibt die Anzahl der erfassten Straftaten im Jahr, gerechnet auf 100.000 Einwohner, wider. Die Häufigkeitszahl  für das Berichtsjahr 2018 beträgt 2.416 (2017: 2.305).

Die Aufklärungsquote konnte im Landkreis im vergangenen Jahr um 4 % auf hervorragende 81 Prozent gesteigert werden und stellt somit niederbayernweit den Höchstwert dar (PP Niederbayern: 68,2 %).

Erfreulich auch die Zahlen im Bereich der Gewaltkriminalität. Lagen die erfassten Straftaten im Jahr 2017 noch bei 69 Fällen, so wurden 2018 insgesamt 28 Straftaten weniger registriert und liegen damit deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Die Fallzahlen im Bereich der Diebstahlskriminalität sind ebenfalls rückläufig; hier ist ein Rückgang um 13 auf 343 Fälle (2017: 356) zu verzeichnen (- 3,7 %).  Rückläufig sind auch die Deliktszahlen bei der Straßenkriminalität. Im Berichtsjahr wurden 185 Fälle, also 41 Straftaten weniger als 2017 (226) registriert. Zur sog. Straßenkriminalität werden alle im öffentlichen Raum begangenen Straftaten, z. B. Sachbeschädigungen und Körperverletzungen, gezählt.

Die Wohnungseinbrüche blieben mit 10 Fällen annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (2017: 9). Die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität wird auch weiterhin im besonderen polizeilichen Fokus stehen. Unter anderem finden gemeinsame länderübergreifende Fahndungs- und Kontrollaktionen zur Bekämpfung des Phänomens statt.

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität gab es im Landkreis Freyung-Grafenau einen Anstieg der Straftaten; die registrierten Delikte stiegen von 141 in 2017 auf 195 an. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass es sich bei der Rauschgiftkriminalität überwiegend um sog. Kontrolldelikte handelt, das heißt: intensivere polizeiliche Kontrollen können zu einer erhöhten Anzahl festgestellter Taten führen.

Im Bereich der Verkehrsunfallstatistik wurden 2018 im Landkreis 2.284 Verkehrsunfälle polizeilich erfasst. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr (2.295) einen geringfügigen Rückgang um  0,5 % dar. Im Berichtsjahr kamen leider fünf Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben, 2017 waren es sechs Personen. Bei den Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss sank die Zahl von 31 in 2017 auf 26 Unfälle in 2018.

Die Verkehrsunfälle, bei denen erhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit ursächlich war, erhöhten sich um 23 auf insgesamt 163. Eine Zunahme gab es auch bei den registrierten Fahrrad-/Pedelecunfällen; 2017 wurden insgesamt 14 Unfälle mit Radfahrern erfasst, im Berichtsjahr 2018 lag die Zahl bei insgesamt 20 Unfällen. Bei den Wildunfällen gab es einen minimalen Rückgang von 946 Unfällen in 2017 auf 939 Unfälle in 2018. 

Abschließend betonte Polizeipräsident Wenzl, dass die niederbayerische Polizei auch in Zukunft alles daran setzen werde, die objektive Sicherheit weiterhin so gut zu halten und die „gefühlte Sicherheit“ der niederbayerischen Bevölkerung noch weiter zu stärken. Eine optimale Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung, den Sicherheitsbehörden und der Polizei schafft die Basis für eine gute Sicherheitslage in Niederbayern, so Polizeipräsident Wenzl.