Rita Hagl-Kehl ins Präsidium des Bundes der Vertriebenen gewählt

Ins Präsidium des Bundes der Vertriebenen (BdV) gewählt: Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, MdB (SPD) - Foto: Abgeordnetenbüro Hagl-Kehl

SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Hagl-Kehl im Rahmen der Bundesversammlung des Bundes der Vertriebenen (BdV) ins Präsidium gewählt

Bonn / Deggendorf. „Der Bund der Vertriebenen unterstützt seit dem Zweiten Weltkrieg deutsche Minderheiten in In- und Ausland unter anderem durch gesellschaftliche, administrative oder fachliche Beratungsangebote. Zudem ist er eine wichtige Anlaufstelle für viele Spätaussiedler, damit eine rasche Eingliederung in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben der Bundesrepublik Deutschland gelingt. Als neues Mitglied des Präsidiums freue ich mich darauf, meinen Teil zur wichtigen Arbeit des BdV beizutragen“, betont Rita Hagl-Kehl, die vor allem aufgrund ihres Engagements in der Seliger-Gemeinde im Sudetendeutschen Rat und im Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in das Präsidium gewählt worden ist. „Der BdV leistet außerdem mit seinen gemeinschaftsfördernden Projekten in vielen Staaten Europas auch einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Integration innerhalb der Europäischen Union“, so Hagl-Kehl weiter.

Der 1957 gegründete Bund der Vertriebenen geht auf den bereits seit 1950 bestehenden Bund der Heimatvertriebenen zurück. Ursprüngliche Aufgabe der Organisation war die Unterstützung der aus dem ehemaligen deutschen Osten, beispielsweise Schlesien oder Ostpreußen, nach dem Zweiten Weltkrieg geflohenen Deutschen bei der Integration in die damals noch junge Bundesrepublik. Früh setzte man sich aber auch zum Ziel, regionales Brauchtum und Besonderheiten zu bewahren und erhalten, sowie die Interessen der Vertriebenen und Aussiedler gegenüber Politik zu vertreten. Zudem setzte man sich bereits in der Charta der deutschen Heimatvertriebenen vom 5. August 1950 das Ziel, ein geeintes Europa zu schaffen, in welchem die Menschen nach den Erfahrungen zweier Weltkriege friedlich zusammenleben können.

„Beim Blick in die Zukunft dürfen wir die Vergangenheit nicht vergessen: Ein geeintes Europa ist der Grundstein für eine friedliche Koexistenz, in der man Krieg, Vertreibung und Unterdrückung von Minderheiten nur noch aus Geschichten kennt. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass der europäische Integrationsprozess vorangetrieben wird und gleichzeitig die Interessen nationaler Minderheiten nicht vergessen werden“, so Rita Hagl-Kehl.