Lokalbahn, Jugendbeteiligung und Atommüllendlager

Stellvertretende ÖDP- Kreisvorsitzende Johanna Seitz beim ersten Online-Bezirksparteitag

Erstmals fand der niederbayerische ÖDP-Parteitag pandemiebedingt als Video-Konferenz statt. Ursprünglich war ein Zusammentreffen in Viechtach geplant, um ein Signal für die Waldbahn zu setzen. Die ÖDP sieht in den Lokalbahnen „das Rückgrat eines vernetzten ÖPNV“. „In Verkehrsverbünden sollen sie auf die Bedürfnisse der Bürger abgestimmt werden. Das hinderliche ‚1000er-Kriterium‘ ist zu hinterfragen“, forderte Dr. Wolfgang Schlüter, Vorsitzender von Go-Vit, der als Gastredner über die „Waldbahn Gotteszell-Viechtach als Vorbild für Bahnreaktivierungen in Bayern“ sprach.

Teresa Raith stellte die Arbeit des Jugendrates der Stadt Viechtach vor und kündigte weitere Initiativen für den Umwelt- und Klimaschutz an. Mehr Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen befürwortet auch die stellvertretende Kreisvorsitzende der Passauer ÖDP, Johanna Seitz.
„Ziel muss es sein, neue Formen der Jugendbeteiligung zu ermöglichen, wie zum Beispiel ein Jugend- Bürgerantrag, oder eine Online- Bürgerbeteilugung. Dadurch wollen wir erreichen, dass sich auch Jugendlichen als wichtiger und gehörter Teil der Gemeinschaft fühlen“, so Seitz.

Ebenfalls diskutiert wurde auch die derzeitige Standortsuche für ein Atommüll-Endlager. Die niederbayerische ÖDP befürchtet, dass nicht nur fachliche Aspekte für den Standort ausschlaggebend sind. Jedes Gutachten müsse durch Gegengutachten überprüft werden. „Die Standortsuche kommt 60 Jahre zu spät. Der vor allem von der CSU befürwortete Irrweg der Atomwirtschaft hätte nie begonnen werden dürfen“, so der Bezirksvorsitzende Urban Mangold.