(v.l.) 2. Bürgermeister von Bodenmais Jochen Koller, FW-Bezirksvorsitzender Heinrich Schmidt, Bundestagskandidat Helmut Muhr sowie MdL Manfred Eibl (Foto: Maria Eidenschink)

freie wähler standortgespräch in bodenmais

Bundestagskandidat Helmut Muhr und MdL Manfred Eibl zu Gast bei 2. Bürgermeister Jochen Koller

Bodenmais. Für den Kandidaten der Freie Wähler ist bei der Bundespolitik von entscheidender Bedeutung, dass man die Themen vor Ort an der Basis sammelt, versteht und versucht, mit der nötigen Schnittmenge dies zu bewerten und einzubringen. Deshalb ist Muhr aktuell auf Reise durch den Wahlkreis und besucht unter anderem Bürgermeister und Kommunen aus unterschiedlichen Regionen der Landkreise, um reinzuhorchen über aktuelle Themen.

Beim Besuch im Heilklimatischen Kurort, bat Muhr den 2. Bürgermeister Jochen Koller, Kreis- und Bezirksrat Heinrich Schmidt und MdL Manfred Eibl zum Standortgespräch. Jochen Koller informierte eingehend über den für Bodenmais so wichtigen Tourismus, da hier aufgrund der beiden Lockdowns ein Rückgang von ca. 400.000 Übernachtungen zu Buche stand, welche große Einnahmeverluste bedeuteten. Dies zu kompensieren, war für die Marktgemeinde eine Mammutaufgabe, was aber zur Folge hatte, dass geplante Investitionen auch nach hinten verschoben wurden, um den Haushalt 2021 ohne Neuverschuldung aufzustellen. Koller stimmt aber der Vergleich der Übernachtungszahlen der Monate vor und nach den Lockdowns jedoch positiv, denn es konnte an die Zahlen der vergangenen Jahre angeknüpft werden. Muhr konnte sich mit dem stellvertretenden Bürgermeister und Manfred Eibl noch über weitere relevanten Herausforderungen der Marktgemeinde unterhalten, hier liegen die Schwerpunkte unter anderem an der Wiederbelebung des Ortskerns sowie an der Erwerbung eines „Bodenmais Haus“, welches durch Vereine und Gruppen genutzt werden könnte.

Muhr bekräftigte, wie wichtig es für die Marktgemeinde ist, den Ortskern zu beleben und der Ausbau des ÖPNV voranzutreiben. Obendrein betonte der Bundestagskandidat, dass man „Corona“ auch als Chance sehen und nutzen sollte, hier muss das Bewusstsein gestärkt werden, dass das Schöne vor der Haustür liegt. Aktuell spiegelt sich schon eine Entwicklung nieder, dass die Anzahl der Übernachtungstage zugenommen hat. Der Bayerische Wald wird in diesen Zeiten gerne als „Erstdestination“ und nicht mehr als der klassische Zweiturlaub der vergangenen Jahre genutzt bzw. gesehen. Diesen Trend müsse man nutzen und weiter ausbauen, auch der Markenname Bayerischer Wald in Verbindung mit dem Naturpark Bayerischer Wald sollte weitergestärkt werden.