Flutpolder an der Donau entscheidend für Hochwasserschutz in Niederbayern

Passauer Abgeordneter Christian Flisek: Sachentscheidung zu den Flutpoldern Bertoldsheim, Eltheim und Wörthof überfällig – Umweltminister Glauber muss sich endlich gegen Parteifreund Aiwanger durchsetzen

München / Passau. Christian Flisek, Landtagsabgeordneter aus Passau, fordert eine schnelle Sachentscheidung zu den geplanten Flutpoldern in Bertoldsheim (Landkreis Neuburg Schrobenhausen), Eltheim und Wörthof (beide Landkreis Regensburg). Deren Wirksamkeit sei durch am 26. Mai veröffentlichte Forschungsergebnisse der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) eindeutig belegt.

Angesichts der eindeutigen Studienlage darf die Entscheidung über die Flutpolder in Bertoldsheim, Eltheim und Wörthof nicht länger hinausgezögert werden. Umweltminister Glauber muss sich endlich gegen seinen Parteifreund und Wirtschaftsminister Aiwanger behaupten, der die Polder mit allen politischen Mitteln zu verhindern versicht.

Christian Flisek, Landtagsabgeordneter (SPD)

Längst sei doch schon klar, dass eine Hochwasserkatastrophe wie im Sommer 2013 nicht allein nur durch intelligentes Staustufenmanagement und Retentionsflächen verhindert werden könne, erläutert der niederbayerische Abgeordnete. Bereits seit der Veröffentlichung der Bedarfsanalyse des Landesamts für Umwelt wisse man, dass allein durch die Polder in Bertoldsheim, Eltheim und Wörthof eine Senkung der Scheitelwelle um zehn Prozent ermöglicht werden könne. Die brandaktuellen Forschungsergebnisse des Bundesamts für Gewässerschutz bestätigten erneut, dass die Flutpolder ein unverzichtbarer Bestandteil des nationalen Hochwasserschutzprogramms und damit entscheidend für einen umfassenden Hochwasserschutzes für Niederbayern seien.

„Die Donau-Unterlieger in Niederbayern, wie z.B. im Landkreis Deggendorf und in Passau, warten bereits seit Jahren auf eine verbindliche Entscheidung der Staatsregierung in Sachen Flutpolder. Der bayerische Umweltminister darf in dieser existentiellen Frage nicht länger auf Zeit spielen. Stattdessen muss Herr Glauber endlich seinen Pflichten zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger in den Überschwemmungsgebieten nachkommen“, stellt der SPD-Politiker kar.