Zum kulturpolitischen Frühschoppen lud die CSU Eging in Ina´s Genuss Stub´n ein, um mit den Egingern zu diskutieren. Franz Reiter, der die Veranstaltung organisiert hatte, hieß alle Anwesenden bei einem Grußwort willkommen. „Unser Bürgermeisterkandidat Heinrich Rauscher hat immer betont, dass kulturell in Eging sehr viel mehr möglich wäre. Darüber möchten wir heute unter anderem mit Ihnen reden. Der Veranstaltungsort ist daher auch passend gewählt, weil er die bayrische-, und die tiroler Esskultur vereint.
Wir reden miteinander – nicht umsonst agiert die CSU unter dem Slogan „Näher am Menschen“.
Als Ehrengast hatte man Stefan Meyer, MdL und stellvertretender Landesvorsitzender des CSU Arbeitskreises für Kultur gewinnen können. Dieser ging in seiner Rede drauf ein, dass es ohne Kultur keinen lebendigen Ort gibt und Bayern „Kulturstaat Nummer 1“ in Deutschland ist.
Von der deutschen Bundesregierung gibt es hier beispielsweise das Programm „Kulturmilliarde“ (offiziell Neustart Kultur). Hier gibt es unter anderem Fördermöglichkeiten für Theater und Musik, Musikschulen Festivals und Veranstaltungen, sowie kulturelle Bildung. Aktuell gibt es 220.000 Schülerinnen und Schüler an den Musikschulen, davon 5.000 im Landkreis Passau. MdL Meyer betonte, dass Kulturpolitik in seinen Augen Zukunfspolitik ist.
Daneben ging der Abgeordnete auch noch auf das Förderpaket „Freie Kunst“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ein, welches es seit 2022 gibt. Hier stehen jährlich 3 Millionen Euro zur Verfügung, im Jahr 2025 waren es sogar bis zu 3,6 Millionen Euro. Dieses richtet sich speziell an neue Formate und junge Künstler.
Ferner erläuterte Stefan Meyer auch die Fraktionsinitiative der CSU Landtagsfraktion. Die hier zur Verfügung stehenden Mittel können auch für die Bereiche Kunst, Kultur und Kirchen verwendet werden. Als Beispiel aus dem Landkreis im Jahr 2025 nannte er hier den „Bullen von Malching“. Zum Schluss seiner Ausführungen zog Meyer das Fazit „Kultur ist Heimat, Zusammenhalt und Lebensqualität“ und appellierte an die Anwesenden am 8. März von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Im Anschluss ergriff Bürgermeisterkandidat Heinrich Rauscher das Wort und nahm Bezug auf das eingangs erwähnte Attribut der CSU „Näher am Menschen“. „Bei vielen persönlichen Gesprächen im Rahmen des Haustürwahlkampfs kam immer wieder das Thema Wasser und Abwasser zur Sprache.“ „Auch der Marktgemeinderat hat ein Informationsdefizit“, zeigte sich Rauscher enttäuscht. Das von der CSU beantragte Ratsinformationssystem sei zwar gut, aber uninteressant, wenn keine Informationen durch den Bürgermeister eingestellt werden.
Die aktuell im Raum stehenden Kosten für die Sanierung der Sonnentherme in Höhe von 20 – 25 Millionen Euro will Rauscher auf Wirtschaftlichkeit prüfen und dadurch senken. Dass das Bad attraktiver werden müsse, auch für Eginger, sei klar. Eine bessere Wertschätzung des Ehrenamts durch die Gemeinde sei mehr als wünschenswert. Danach ging Rauscher auf das Wahlprogramm ein. So liegt ihm speziell die Förderung von Jugend, Familie und Senioren sehr am Herzen, sowie die Notwendigkeit eines Glasfaseranschlusses in jedes Haus.
Dass die Diskussion ebenfalls nicht zu kurz kam, zeigten diverse Wortmeldungen. So kritisierte eine Neubürgerin speziell, dass am Marktplatz zu wenig grün sei und dieser insgesamt zu wenig heimelig ist. Dass keine Mittel für Sicherheit im Kleinen zur Verfügung stehen, wurde ebenfalls von mehreren Anwesenden kritisiert. Egal ob es um die Anschaffung einer Vekehrsanzeige oder eines Verkehrsspiegels gehe. Natürlich kam auch das Thema Wertstoffhof zur Sprache. Hier war der überwiegende Teil der Anwesenden für ein Weiterbestehen eines Wertstoffhofs in Eging. „Wie auf der Bürgerversammlung in Eging deutlich wurde, ist der Weiterbetrieb eines Wertstoffhofs von Seiten der ÜW nicht gewollt“ so Organisator Franz Reiter abschließend zu diesem Thema.




