CSU steht zur Berufseinstiegsbegleitung in Bayern

MdL Waschler: „Ja zur Berufseinstiegsbegleitung, aber auf soliden Füßen und mit einer seriösen Finanzierung“

Passau/München. Die Berufseinstiegsbegleitung wurde in den Jahren 2009 bis 2019 aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert. Seit 2019 hat der Freistaat Bayern die Finanzierung für die Jahrgänge 2019/2020 und 2020/2021 aus europäischen Restmitteln übernommen. Pro Jahr wurden dafür für 3.968 Teilnehmer 21,5 Mio. Euro ausgegeben.

In einer Haushaltsausschusssitzung im Bayerischen Landtag Mitte März haben CSU und FW nun einen nicht zielführenden Antrag von Grünen, SPD und FDP abgelehnt, der die Berufseinstiegsbegleitung sichern wollte. Dazu Josef Zellmeier, Vorsitzender des Haushaltsausschusses: „Auch für die CSU ist die Berufseinstiegsbegleitung ein wirksames Mittel, um Jugendlichen den Weg in den Beruf zu erleichtern. Eine Fortsetzung der Berufseinstiegsbegleitung ist unbedingt nötig. Daher haben wir einstimmig unseren Willen zum Ausdruck gebracht, die Berufsbegleitung fortzusetzen. Für den Start des Jahrgangs 2021/2022 werden wir schnellstmöglich Klarheit über die Kostenübernahme schaffen. Es braucht dafür aber eine seriöse Finanzierung. Den Antrag der Opposition mussten wir ablehnen, weil sich mit den dort genannten Summen keine ernsthafte Berufseinstiegsbegleitung organisieren ließe. Zudem würde das Programm über die Rücklagen finanziert werden. Das widerspricht einer soliden Haushaltsführung, für die die CSU seit Jahren steht.“

Man wisse natürlich um die Bedeutung der Begleitung für junge Menschen – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, wo der Übergang von der Schule in den Beruf eine besondere Herausforderung darstellt. Deshalb wolle die CSU die Berufseinstiegsbegleitung auch als individuelles Begleitungs- und Unterstützungsangebot nahtlos fortführen und so unnötige Warteschleifen und Abbrüche von förderungsbedürftigen jungen Menschen verhindern.

In seiner Funktion als bildungspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion und Vorsitzender des Arbeitskreises für Bildung und Kultus, ergänzt auch der Passauer MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler: „Berufseinstiegsbegleiter leisten eine ganz wertvolle Arbeit, indem sie jungen Menschen dabei helfen, den Übergang von der Schule in eine für sie passende Berufsausbildung erfolgreich zu meistern. Ein Geheimnis des Erfolgs der Berufseinstiegsbegleitung ist die Kontinuität der persönlichen Begleitung, die bereits im vorletzten Schuljahr beginnt und nach Beginn der Ausbildung weitergeht. So haben die jungen Leute einen dauerhaften Ansprechpartner, der sie vertrauensvoll unterstützt.“

Die Berufseinstiegsbegleitung ist ein erfolgreiches Projekt, um Jugendlichen aus Mittel- und Förderschulen den Weg in die Berufswelt zu erleichtern. Im Vordergrund steht die individuelle Förderung über einen vierjährigen Zeitraum. Damit werden die Chancen für einen guten Start in Ausbildung und Beruf deutlich erhöht und zukünftige Kosten im Bereich der sozialen Sicherung vermieden.