Perlesreut (Lkr. Freyung-Grafenau). Dem Markt Perlesreut gehören rund hundert Obstbäume. Damit die vielen Tonnen Obst jedes Jahr nicht einfach verrotten, dürfen sich die Bürger ab sofort kostenlos bedienen.

Eine Obstwiese wie z. B. am Ortsrand von Perlesreut sowie Unteranschiessing oder im Bereich Marchetsreut. Zwetschgen, Äpfel, Birnen- hier wächst alles, was das Herz begehrt. Um den Stamm der Bäume sind gelbe Bänder gewickelt, dazu sind Schilder mit der freundlichen Aufforderung „Ernten erlaubt“ angebracht Ernten ist an diesen Bäumen ausdrücklich erlaubt.

Perlesreuter dürfen an über 100 Bäumen Früchte ernten Mehr als 100 Obstbäume gehören dem Markt Perlesreut. An allen dürfen sich ab sofort die Bürger bedienen. Der Gedanke, dass das Eigentum des Marktes allen Bürgern gehört, wird hier konsequent zu Ende gedacht. Doch warum hat Perlesreut überhaupt so viele Bäume, die Jahr für Jahr etwa Tonnen Obst abwerfen?

Dahinter steckt ein Umweltschutzkonzept, erklärt Bürgermeister Gerhard Poschinger: „Wir haben mehrere so genannte Ausgleichsflächen, also Flächen, bei denen wir negativ in die Natur eingreifen durch die Ausweisung von Neubaugebieten, durch die Versiegelungen von Flächen. Dafür müssen wir Ausgleichsflächen ausweisen. Und viele dieser Ausgleichsflächen sind Streuobstwiesen.“

In Zukunft sollen die Früchte nicht mehr auf dem Boden, sondern in den Taschen der Bürger.

„Gelbes Band“ steht für Nachhaltigkeit

Die Idee, dass sich Perlesreut an der bundesweiten Aktion „Gelbes Band“ beteiligt, hatte Gerhard Poschinger. Ihm gefällt, dass das Obst nicht verrottet, sondern verschenkt wird. Das sei Nachhaltigkeit pur und schärfe im Idealfall den Blick der Bürger für Obst und Gemüse aus der Region.

Privatleute sollen Bäume zum Pflücken freigeben Der Markt Perlesreut hofft, dass viele Privatleute nachziehen und ihre Bäume auch zum Pflücken freigeben, wenn sie Obst übrig haben. Die gelben Bänder gibt es kostenlos in der Touristinfo bei Simone Hannen.

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