Das Penninger-Areal in Waldkirchen ist modern und traditionell geplant

Waldkirchen. Mit Spannung wurde die Präsentation des neuen Penninger-Firmengebäude im Sitzungssaal des Rathauses erwartet – und die Anwesenden wurden nicht enttäuscht. Denn es ist ein moderner, bis ins kleinste Detail durchgedachter harmonischer Gebäude-Komplex, den die „Alte Hausbrennerei Penninger“ nun in Waldkirchen baut.
Ganz bewusst habe man sich für ein Gebäude mit viel Holz, Glas ujnd Granit entschieden. Geplant wurde das Projekt vom Architekturbüro Reiter & Hahne. „Es sollte keinen Industrie-Charakter haben und naturnah sein“, so Geschäftsführender Gesellschafter Stefan Penninger zu den Plänen.
Die Produktionsabläufe in der Spirituosen- und Essigherstellung sollen im wahrsten Sinne des Wortes transparent sein, können doch Hausgäste künftig alle Arbeitsschritte mitverfolgen. Dass der „Schnaps“ ein Erfolgskonzept sei, betonte auch Geschäftsführer Christoph Bauer, der die Besucherzahl des bereits bestehenden „1. Bayerischen Schnapsmuseums“ mit 20.000 bezifferte.

Gastronomie-Bereich

Im Neubau werden Gäste künftig ein Gastronomie-Angebot vorfinden. Dieses in den Komplex integrierte „Barista-Café“ bietet 35 Personen Platz. Denn in der Zukunft werden bei Penninger nicht nur edle Schnäpse und eigene Whisky-Arten gebrannt, sondern auch eigener Kaffee geröstet, der vor Ort verkostet werden kann. Damit nicht genug: auch ein kleiner Kinosaal wird in den Penninger-Räumen Einzug halten. Vorwiegend sollen dort kurze Filme über die Hausbrennerei gezeigt werden. Aufgrund der Erweiterung des Sortiments und des Gastronomie-Betriebs werden auch Arbeitsplätze geschaffen. Zu den rund 60 Mitarbeitern sind einige neu zu besetzende Stellen geplant. Bereits 2019 soll der Betrieb am neuen Standort Waldkirchen aufgenommen werden. Rund neun Millionen Euro werden dort investiert, so die Geschäftsführung.

Auf 7000 Quadratmeter entsteht ein moderner Komplex am Ortseingang Saßbach. Die Gebäude fügen sich perfekt in die ländliche Umgebung ein (Grafik: Architektur Reiter & Hahne)

Bekenntnis zu Waldkirchen

Die Ansiedlung des Unternehmens, das bis dato in Hauzenberg/Jahrsdorf beheimatet ist, sei von großer Bedeutung für Waldkirchen, so 2. Bürgermeister Max Ertl. „Es macht uns stolz, dass dieses Traditons-Unternehmen nach Waldkirchen zieht.“ Auch Landrat Sebastian Gruber freute sich über dieses offensichtliche „Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Waldkirchen“. Davon profitiere nicht nur die Stadt selbst, sondern auch die gesamte Region.