Einen Erfolg auf ganzer Linie hat die Juristische Fakultät der Universität Passau in Regensburg beim bayernweiten Redewettstreit gefeiert.

Während die Jury Anna Kunz zur Siegerin kürte, errang Nicola Antretter den dritten Platz. Die Juristische Fakultät wurde zudem mit dem Fakultätspreis für die beste teilnehmende Fakultät ausgezeichnet.
„Der Erfolg ist für mich persönlich eine große Bestätigung an meine Entwicklung, was das Reden vor Publikum angeht. Außerdem freue ich mich, dass mir für den Sieg auch die Wahl eines anspruchsvollen Themas („Abschaltung der AfD-Lehrerportale in Hamburg und Baden Württemberg“) positiv angerechnet wurde“, so Anna Kunz über die persönliche Bedeutung ihrer Auszeichnung.

„In allen Lebenslagen ist es doch von Vorteil, sachlich überzeugen zu können, sei es im privaten, studentischen oder später auch im beruflichen Umfeld. Durch den Redewettstreit konnte ich genau diese Fähigkeit üben“, so Nicola Antretter über ihre Motivation. „Während des Studiums ist es sehr leicht und gemütlich, einfach in der großen Masse an Studierenden zu verschwinden“, hebt sie den Reiz der Herausforderung des Redewettstreits hervor.

Zum ersten Mal seit 2014 setzte sich die Universität Passau wieder auf individueller Eben, sowie auf Fakultätsebene durch. Beim Redewettstreit an der Universität Regensburg waren neben Passau die Juristischen Fakultäten aus München (LMU), Augsburg und Regensburg sowie die Universität Erlangen-Nürnberg vertreten. „Ich habe die anderen Teilnehmenden nicht als Konkurrenz wahrgenommen, sondern eher als Mitstreiter, die sich derselben Herausforderung gestellt haben“, beschreibt Nicola Antretter das harmonische Verhältnis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Studentinnen mussten sich im Wettbewerb in zwei Runden beweisen: In der ersten Runde hielten sie vorbereitete fünfminütige Standpunktreden. Die vier Besten traten schließlich in der zweiten Runde in einer halbstündigen Diskussion gegeneinander an. Das zu debattierende Thema wurde erst 25 Minuten vor der Diskussion bekanntgegeben und die vertretene Seite, Pro oder Contra, zugelost. Dieses Jahr wurde die Frage „Soll der Steuersatz für Erbschaften großer Vermögen erhöht werden?“ diskutiert. Bewertet wurden die jeweiligen Runden von einer Jury, bestehend aus dem Anwalt der Sponsoring Kanzlei Linklaters, Dr. Timo Abteilung Kommunikation und Marketing Engelhardt, Frau Dr. Bettina Mielke, vorsitzende Richterin am Landgericht Regensburg sowie in diesem Jahr von Andreas Wenleder vom Bayerischen Rundfunk.

Sowohl Siegerin Anna Kurz, als auch die drittplatzierte Nicola Antretter wurden im Vorfeld von Sebastian J. Kasper, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter an der Juristischen Fakultät, betreut. „Ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch den beiden Professoren Tomas Kuhn und Urs Kramer, die den Redewettstreit in Passau von Beginn seiner bayernweiten Ausrichtung im Jahr 2014 an unterstützt haben und uns die Infrastruktur bereitstellen“, so Sebastian Kasper.