Für den Ameisbergblick wurde bereits der Planungsauftrag für künftige Bauparzellen gestellt (Foto: Marktgemeinde Wegscheid)

Wegscheid unterstützt junge Bauwerber bei Planungen zum Eigenheim

Wegscheid. Der Marktgemeinderat Wegscheid hat in der letzten Sitzung beschlossen, den Familienbonus, der bereits seit drei Jahren ausbezahlt wird, für weitere drei Jahre zu gewähren. Der Familienbonus, der beim Erwerb eines gemeindlichen Baugrundstückes beantragt werden kann, beträgt 500,– € und wird pro Kind bis zum 14. Lebensjahr ausbezahlt.

Dasselbe gilt für Kinder, die innerhalb von drei Jahren ab der Beurkundung des Kaufvertrages geboren werden. Die Baubereitschaft im Gemeindebereich Wegscheid ist groß, wie die vielen Bauanträge in der letzten Gemeinderatssitzung zeigen. Bauamtsleiterin Elfriede Penzenstadler trug folgende Anträge vor: In Möslberg wurde Antrag auf den Bau eines Wohnhauses gestellt, ebenfalls in Wildenranna und Eidenberg. Außerdem wurde der Bau von zwei Carports in Eidenberg beantragt.

Ein Bauantrag für einen Ersatzbau einer landwirtschaftlichen Halle/Stadel in Wildenranna, sowie der Bau einer Holzhütte mit Gewächshaus in Thurnreuth und die Nutzungsänderung von Betriebsleiterwohnhaus zu Austragshaus in Eidenberg fanden die Zustimmung des Gemeinderates.

Auch weitere Bauwerber der Marktgemeinde sind auf der Suche nach Grundstücken auf denen sie ihr Familiendomizil errichten können, leider kann dieser Bedarf aktuell nicht abgedeckt werden, da die benötigten Grundstücke aktuell nicht vorhanden sind. Der Markt Wegscheid ist deshalb immer auf der Suche nach neuen, bebaubaren Grundstücken, die als Baufläche ausgewiesen werden können. Gerne können hier auch sogenannte Tauschgrundstücke angeboten werden. Der Markt Wegscheid legt großen Wert auf die Ökobilanz, deshalb werden verschiedene Grundstücke als sogenannte Ökoflächen ausgewiesen um den Flächenverbrauch in der Marktgemeinde zu kompensieren.

Grundstückseigentümer werden daher gebeten, Angebote über Wald-, Wiesen- und Ackerflächen direkt an den Bürgermeister Lothar Venus zu richten. Aktuell wurden zwei Planungsaufträge für Bauparzellen in Thalberg „Brunnenwiesen“ und auch in Wegscheid „Ameisbergblick“ beauftragt. Somit sind die Ortsteile Wegscheid und Thalberg für die Zukunft gerüstet. Der Ortsteil Wildenranna wurde durch das Baugebiet „Rannafeld“ 2019 abgedeckt, das sich über große Nachfrage erfreuen kann.

Die vergleichsmäßig kostengünstigen Grundstückspreise locken nicht nur Einheimische sondern auch landkreisübergreifend die Bauwerber an. Venus ist sehr interessiert an den Belangen der jungen Generation seiner Marktgemeinde, so gehören Ortsnähe, Heimatnähe, Anschluss an die örtliche Infrastruktur zu den Grundvoraussetzungen der Bauwerber. Der Markt Wegscheid hat eine hohe Dichte an örtlichen Vereinen, die oft von jungen und aktiven Mitglieder erzeugt wird. „Es ist verständlich, dass die Jungen daheim bleiben möchten. Ich werde alles tun um sie hier zu unterstützen.“, so der Bürgermeister.

Auch viele Firmen und Gesundheitseinrichtung haben in der Marktgemeinde ihren Stammsitz gefunden und bieten für die Wegscheider einen sicheren Arbeitsplatz. Kurze Arbeitswege gehören genauso zum Wunsch der jungen Familie, wie die Nähe der Kindergärten und Schulen, denn wenn Kinder kurzfristig erkranken, müssen oft die Eltern erreichbar sein. 

Für Baubewerber in Thurnreuth wurde der Änderung des „Flächennutzungsplans – Deckblatt Nr. 48 „Thurnreuth – Erweiterung Ost ‚Am Kirchenfeld‘ und West“ zugestimmt, sodass auch hier zwei Bauwerber ihren Bauantrag beim zuständigen Landratsamt Passau stellen können. Der Ortsteil Möslberg wurde durch die Erweiterung der „Ortsabrundungssatzung Schönau“, abgedeckt. Venus ist in den Ortsteilen Kasberg, Meßnerschlag und Eidenberg auf der Suche nach Flächen die sich für Wohnbebauung eignen.

Der Marktgemeinderat stimmte auch der Erweiterung der „Ortsabrundungssatzung Thurnreuth“ und der vereinfachten Änderung des Bebauungsplanes „SO Fremdenverkehr Reischlhof – Deckblatt Nr. 3“ einstimmig zu. Die vielen Bauanträgen und Nachfragen für Bauland gerade in der Corona-Situation zeigen, dass der ländliche Raum als Wohn- und Lebensraum im Trend liegt.