Wegen Corona-Pandemie: Stadt Passau prüft Alternativen zur Maidult

Reger Dialog mit den Brauereien und Schaustellern

Passau. Der Corona-Pandemie sind schon einige Veranstaltungen zum Opfer gefallen, auch in der Stadt Passau. Ein weiteres Mal ist nun die Maidult betroffen. Die Tatsache, dass die Situation nach wie vor unsicher ist, macht die aufwändigen Planungen und Vorbereitungen äußerst schwierig. Deshalb ist Oberbürgermeister Jürgen Dupper im Austausch mit den Brauereien und Schaustellern zu dem Entschluss gekommen, dass die diesjährige Maidult nicht in der gewohnten Form stattfinden kann. Es laufen allerdings schon Gespräche, was man alternativ und für spätere Zeitpunkte im Jahr auf die Beine stellen könnte.

„Die Maidult ist ein wahnsinnig beliebtes Fest in der Region, das einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt hat. Dank des großartigen Zusammenspiels aller Beteiligten hat sie sich zu einer sehr guten Marke entwickelt. Da man derzeit jedoch nicht abschätzen kann, in welchem Rahmen man für die Zeit ab dem 30. April planen kann, ist es aktuell schier unmöglich, eine reguläre Maidult zu organisieren. Auf keinen Fall möchten wir, dass es eine ,verkümmerte Maidult’ gibt, bei der sich alle Besucher fragen, was das soll. Aus diesem Grund müssen wir bereits jetzt schweren Herzens mitteilen, dass es 2021 eine Maidult, wie wir sie kennen und mögen, nicht geben wird. Wir sind aber schon dabei, attraktive Alternativen zu entwickeln für die Zeit, wenn es wieder losgehen kann“, erklärt Oberbürgermeister Dupper.

Laut dem aktuellen Stufenplan von Bund und Ländern ist es so, dass bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 50 frühestens ab 5. April Freizeitveranstaltungen im Außenbereich mit maximal 50 Teilnehmern möglich wären. Eine Perspektive für eine normale Maidult ist damit also nicht gegeben. Der Stadt Passau ist es trotzdem ein wichtiges Anliegen, der Bürgerschaft und den Gästen etwas zu bieten und dabei gleichzeitig die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Die bewährten Maidult-Partner werden also nicht im Stich gelassen. Im Dialog sollen Flächen, etwa im Klostergarten oder im Bschüttpark, definiert werden, wo man sich verkleinerte, familiengerechte Angebote vorstellen kann, sobald die pandemiebedingten Einschränkungen aufgehoben sind. Wie im Vorjahr ist darüber hinaus geplant, einzelne Stände im Bereich der Innenstadt zu platzieren. Dadurch erfahren die Passanten eine willkommene Abwechslung, und die örtlichen Vertreter der Schaustellerbranche erhalten eine Verdienstmöglichkeit. Das Motto soll wie 2020 lauten: „Sommer in der Stadt“.