(Bildnachweis: ACE)

Sicher mobil – Mobilität im Alter möglichst lange erhalten!

Unter diesem Motto informierte der ACE Auto Club Europa die Teilnehmer einer Informationsveranstaltung in Passau. Immer wieder geraten Senioren mit Negativschlagzeilen nach Unfällen in die Presse, so Edwin Urmann ACE Kreisvorsitzender Passau. Aber sind die älteren Verkehrsteilnehmer wirklich eine Gefahr im Straßenverkehr? „Senioren möchten so lange wie möglich aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.“, stellt Urmann fest. Denn gerade in ländlichen Gebieten sei das Auto oft ein unverzichtbares Verkehrsmittel.

Petra Dieterich, Regionalbeauftragte vom ACE ergänzt, dass Senioren zwar nicht so häufig in Unfälle verwickelt sind, dafür aber vielfach in schwere Unfälle. Zudem sei das Risiko bei einem Unfall oder dessen Folgen schwer oder tödlich verletzt zu werden wesentlich höher als für junge Menschen.

Auch als Fußgänger und Fahrradfahrer gehören Rentner zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern. Damit die Teilnahme am Straßenverkehr komfortabel und bequem aber vor allem sicher und unfallfrei erfolgen kann, führt der Auto Club Europa (ACE) das Programm „sicher mobil“ durch. Ziel ist es, die Mobilität älterer Menschen so lange wie möglich zu erhalten.

Dazu ist aber auch die Mithilfe und Einsicht der Senioren gefragt. Denn der Straßenverkehr heute ist unübersichtlich und kompliziert geworden. Durch altersbedingte Einschränkungen der Beweglichkeit, des Hör- und Sehvermögens kann das schnell zur Gefahr werden. Der ACE rät daher zu regelmäßigen Augen- und Ohrenuntersuchungen, um verminderte körperliche Fähigkeiten rechtzeitig zu erkennen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Bernhard Roos appelliert hier an die Betroffenen und deren Angehörige: „Als verkehrspolitischer Sprecher meiner Fraktion lehne ich Fahrtauglichkeitsprüfungen für Senioren entschieden ab und setze verstärkt auf die freiwillige Selbstkontrolle der älteren Menschen und deren Umfeld!“

Ein besonderes Augenmerk gilt mittlerweile der Krankheit Demenz. Hier ist viel Fingerspitzengefühl von allen Beteiligten gefordert. Besonders Familienangehörige und Freunde sind gefragt, um positiv auf den Erkrankten einzuwirken, wenn eine gefahrlose Teilnahme am Straßenverkehr nicht mehr möglich ist.

Erhöhte Vorsicht ist außerdem bei der Einnahme von Medikamenten geboten. Da gerade älteren Menschen oft mehrere Medikamente verschrieben werden, besteht hier ein erhöhtes Risiko für die Fahrtauglichkeit. „Deshalb empfehlen wir, beim nächsten Arztbesuch das Thema Medikamente und Fahrtauglichkeit unbedingt anzusprechen“, so Petra Dieterich vom ACE.

Auch in Bezug auf technischen Fortschritt oder Änderungen der Straßenverkehrsordnung muss sich jeder auf dem aktuellen Stand halten. Nur wer sicher ist im Umgang mit dem Fahrzeug sowie den Verkehrszeichen und Regeln kann sich auf schwierige Verkehrssituationen gelassen einstellen.

Abschließend empfiehlt der ACE die Teilnahme an einem Sicherheitstraining. Hier werden schwierige Verkehrssituationen gezielt geübt. Wer sich dann immer noch unsicher ist, kann Hauptverkehrszeiten sowie gefährliche und komplexe Verkehrsführungen vermeiden und zur Not auch mal auf den ÖPNV umsteigen.