„Packen wir es gemeinsam an“

Diözesanleiter Max-Georg Graf von Arco auf Valley konnte zahlreiche Teilnehmer aus dem Haupt- und Ehrenamt beim Online-Vorstellungsabend begrüßen (Screenshot: Krenn)

Ein Abend mit Malteser Diözesanleiter Graf von Arco

Passau. Mit dem Betreff „Ein Abend mit dem Diözesanleiter Graf von Arco“ waren die Malteser aus dem Haupt- und Ehrenamt kürzlich zu einem digitalen Treffen eingeladen. „Ich wollte mich einfach noch einmal vorstellen, was ja sonst im Rahmen der Besuche bei den Gliederungen stattfindet“, erklärte Max Georg Graf von Arco auf Valley, der seit 1. Januar im Amt ist.

Im Vorfeld haben die Teilnehmer ein Überraschungspaket erhalten. Mit dem Schlagwort „Zam kema“ schrieb Graf Arco dazu: „Mir ist es ein Anliegen, mit Ihnen in den Dialog zu kommen. Sich auszutauschen, zuzuhören, um die gemeinsame Malteserarbeit, ganz besonders in diesen herausfordernden Zeiten, durchführen zu können. Das ‚Care-Paket‘ soll dabei helfen, ein klein wenig gemütliche Atmosphäre zu schaffen.“ Dieses „Care-Paket“ von Graf Arco beinhaltete Brezen, Süßes, Knabbereien und zwei Flaschen Bier von der gräflichen Brauerei in Adldorf bei Eichendorf, wo der Diözesanleiter zu Hause ist.

Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer erklärte eingangs der Online-Veranstaltung: „Es freut mich, dass wir uns heute zu diesem kleinen Austausch treffen. Schön, dass, wie in Passau üblich, nicht nur Ehrenamtliche, sondern auch Hauptamtliche dabei sind. Denn wir alle zählen uns zur Malteser-Familie.“ So kamen die Teilnehmer von Altötting in Person der Dienststellenleiterin Elvira Dittler, bis in den Bayerischen Wald, wo unter anderem der neue Diözesanjugendsprecher Fabian Weiß aus Grainet dabei war. Auch Vorstandskollegen von Graf Arco nahmen teil.

„Es geht darum, mich vorzustellen, was ich gerne persönlich bei Ihnen gemacht hätte“, erklärte Graf Arco zu Beginn seiner Ausführungen. Dann folgte eine Vorstellung seiner Person. Er berichtete unter anderem, dass er in Landshut geboren wurde und dort im Hans-Carossa-Gymnasium sein Abitur gemacht hat. „Meinen Erste-Hilfe-Kurs hatte ich damals bei den Maltesern“, so Graf Arco zu seinen ersten Berührungspunkten mit der Hilfsorganisation. Immer interessierter lauschten die Zuhörer, als Graf Arco erzählte, dass sein Ururgroßvater Innenminister unter dem letzten bayerischen König Ludwig III. war. „Und die Innenminister sind ja bekanntlich zuständig für Rettungsdienst und Erste Hilfe“, schlug er die Brücke zu den Maltesern. Unter der Rubrik „Persönliches“ berichtete er auch von seinem sozialen Engagement während des Studiums in Regensburg, wo er sich für die Obdachlosen- und Gefangenenbetreuung einsetzte.

Im Bereich „Geschäftliches“ informierte er unter anderem über seine Brauerei Graf Arco in Adldorf, das Lebenszentrum in Bad Birnbach mit betreutem Wohnen und einer zukunftsgerichteten Pflegeeinrichtung sowie über die Erlebnisbrauerei Valley. Land- und Forstwirtschaft gehören ebenso zu seinen geschäftlichen Bereichen, so Graf Arco weiter.

In der Abteilung „Geschichte“ erklärte er sehr anschaulich den gemeinsamen Ursprung der Grafen von Arco auf Valley und der Grafen von und zu Arco-Zinneberg: „Sie gehen auf dieselbe Linie zurück und kommen ursprünglich aus der Stadt Arco in der Nähe des Gardasees.“ Noch heute würden gute Beziehungen zu der Region bestehen, so Graf Arco weiter in seinem hochinteressanten, informativen und gleichzeitig kurzweiligen und reich bebilderten Vortrag.

Sein Weg zu den Maltesern habe mit Lourdes begonnen. So genau wisse er es gar nicht mehr, aber mindestens 23 Krankenwallfahrten habe er schon begleitet, erklärte der Diözesanleiter. „Hier können wir unseren Leitspruch ‚Tuitio fidei et obsequium pauperum, Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen‘, den Dienst am Nächsten, am Herren Kranken leben. Man gibt in dieser Woche wirklich alles und man ist voll für die Menschen da“, bekräftigte Graf Arco.

Sehr bewegende Worte des Dankes fand er gegen Ende seiner Ausführungen. „Ich bin allen dankbar, wie sie mich in Passau aufgenommen haben. Sie haben mir eine Heimat gegeben, ein Gefühl der Zugehörigkeit. Ich bin stolz und freue mich, ein Teil von Ihnen zu sein.“

Dann präsentierte er Bilder aus der jüngeren Vergangenheit und berichtete mit einer ansteckenden Begeisterung von den Diensten und Aktivitäten, wie etwa vom Bücherschrank an der Diözesangeschäftsstelle oder dem Herzenswunsch-Krankenwagen. Dies zeigte den Teilnehmern, dass der neue Diözesanleiter sich schon ein umfassendes Bild von den Malteser-Aktivitäten gemacht hat. Ein mitreißender Appell bildete den Abschluss seiner Vorstellung „Packen wir es gemeinsam an. Das ist etwas, bei dem ich Sie alle unterstützen möchte. Wir sind hier in Passau ein Leuchtturm.“

Rainer F. Breinbauer legte noch nach: „Es gibt den Begriff ‚Burning People‘ für Menschen, die für ihre Projekte brennen. Ich glaube, Sie sind alle Burning People. ‚Packen wir’s an‘ ist auch mein Motto.“

Ein reger Austausch unter den 24 Teilnehmern schloss sich an. Mit dem Wunsch „Ich hoffe, dass wir uns bald persönlich sehen, wenn die Pandemie im Griff ist. Dazu leisten wir auch unseren Beitrag“, schloss Graf Arco die für alle Beteiligten bereichernde Online-Veranstaltung.