Die vier Referentinnen und KDFB-Geschäftsführerin Kathrin Plechinger, die bei der technischen Umsetzung behilflich war (Screenshot/Foto: KDFB)

Heilsame Impulse, wertvolle Stunden

Spirituelles Online-Angebot an den Kartagen wurde gut angenommen

„Es war so vielfältig: schauen, hören, fühlen. Hat mir sehr gutgetan!“ – so eine Teilnehmerin an den Kartagen für Frauen, die unter dem Motto „Durch das Dunkel hindurch strahlt der Himmel hell“ standen. Veranstalter war das Referat Frauen zusammen mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) in der Diözese Passau.

Passau. Bei dem Angebot in den Tagen vor Ostern hatte es sich um ein neu konzipiertes Online-Format gehandelt, das sich speziell an Frauen richtete, die die Kartage bewusst erleben und sie mit neuem Leben füllen wollten. „Bildungsveranstaltungen online – da haben wir bereits gute Erfahrungen und fast schon Routine“, so KDFB-Bildungsreferentin Tanja Kemper. „Aber ein spirituelles Angebot, das sich über vier Tage zieht – das war doch etwas Neues für uns, auf das wir uns intensiv vorbereitet haben“, so Kemper im Namen der vier Referentinnen. So begannen die je einstündigen Termine bereits mit einem Treffen am Mittwoch, bei dem die Technikprobe mit dem Kennenlernen und Vorstellen der Inhalte kombiniert wurde. Das eigentliche Programm startete am Gründonnerstag und wurde von Frauenseelsorgerin Walburga Westenberger unter der Überschrift „Tut dies zu meinem Gedächtnis – liebevolle Hingabe“ gestaltet. Sie stellte das Hungertuch von Misereor „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ in die Mitte. Eine Körperübung mit den Füßen vertiefte für jede Teilnehmerin dabei das Gehörte. Eine Bildbetrachtung und die Weiterführung, was Fußwaschung heute bedeuten kann, rundete die Stunde ab. Am Karfreitag stellte Religionspädagogin Renate Pongratz die Kreuzwegstation „Veronika reicht Jesus das Schweißtuch“ in den Mittelpunkt. Das Kreuz wurde meditiert, auch mit dem eigenen Körper, und es wurde eine Anregung gegeben, wie die Kreuzthematik die Frauen weiter durch den Tag begleiten kann. KDFB-Bildungsreferentin Tanja Kemper ging am Karsamstag dem Thema „aus-halten – dazwischen sein“ nach. Hier konnten die Teilnehmerinnen auch in Form eines so genannten „Elfchens“ ein eigenes Karsamstags-Gedicht erstellen. In der Osternacht schließlich brachte Frauenseelsorgerin Hildegard Weileder-Wurm unter der Überschrift „sich dem Leben in die Arme werfen“ den Frauen Maria Magdalena als Zeugin der Auferstehung nahe. Natürlich gab es auch ein Ritual, die Osterkerze gemeinsam anzuzünden. Die Botschaft der Maria von Magdala für uns heute nahm jede auch analog mit, gab es doch im Vorfeld per Post ein Kuvert mit Material für jede Teilnehmerin.

Dem Vorbereitungsteam war es sehr wichtig, dass die 40 Teilnehmerinnen nicht nur stumm vorm Computer sitzen. Neben Körperübungen, Schreibaustausch auf dem sogenannten „Whiteboard“, Zeit für Einzelbesinnung und eingespielter Musik konnten auch Gespräche zu zweit oder in der Gruppe in „Breakout Rooms“ geführt werden. Für jeden Tag stand auch die passende Bibelstelle im Mittelpunkt. „Es entstand tatsächlich eine Art von Gemeinschaft an diesen Tagen“, so Hildegard Weileder-Wurm. Das bestätigten auch die Teilnehmerinnen im Chat, wo sie ihrer Dankbarkeit und Freude über dieses spirituelle Angebot Ausdruck verliehen: „Danke für die heilsamen Impulse, danke dem Frauenteam für diese wertvollen Stunden.“