Erneut ein Schaf im Gemeindegebiet Untergriesbach gerissen

Untergriesbach. Anfang Mai war der Polizei mitgeteilt worden, dass ein Schaf in einer umzäunten Photovoltaikanlage im Gemeindebereich gerissen worden war. Über das Wochenende hatte ein bislang unbekanntes Tier das ca. 70 kg schwere Schaf bei Oberötzdorf angefallen, getötet und an der Schulter angefressen. Jägerschaft und Landratsamt wurden informiert, Ermittlungen bezüglich des Tieres eingeleitet.

Ein paar Tage später wurde dann ein weiterer Fall, wieder im Gemeindebereich Untergriesbach, gemeldet. In der Nacht zum heutigen Freitag wurde wieder ein Schaf in einer umzäunten Weide bei Steinbüchl gerissen und getötet. Das nach dem ersten Fall bereits verständigte Landratsamt wurde erneut informiert.

Mit den beiden Fällen betraut wurde auch das LFU Bayern. Es wurden in beiden Fällen die verendeten Tiere untersucht und Proben für DNA-Analysen genommen, um den Beutegreifer identifizieren zu können.
Leider reichten die genommenen Speichelproben nicht für eine eindeutige genetische Bestimmung aus. Fazit: Es gibt aktuell keine Tatsachen, die gegen oder aber auch für einen Wolf als Beutegreifer sprechen. Eindeutig anhand der Bissspuren ist, dass eines der gerissenen Schafe nach der Tötung von einem Fuchs angefressen worden ist.

Da aber die Problematik bezüglich der Wolfsübergriffe zurzeit ja doch sehr brisant ist, wurde eines der Schafe nun einer amtlichen Sektion unterzogen. Aufgrund dieser Untersuchung könnten eventuell Rückschlüsse auf den Angreifer gezogen werden, da es bei der Tötung von Tieren einen Unterschied zwischen Wolf und Hund gibt. Der Wolf beißt nur einmal zu und lässt nicht locker, bis die Beute tot ist. Der Hund beißt, aufgrund fehlenden Jagdverhaltens, regelmäßig öfter zu, bis die Beute getötet ist.

Das Ergebnis der Sektion steht noch aus.