links außen: Herbert Plank (Inhaber Curare), 2. v. l. Verena Hageneder (Arbeitgeberservice Agentur für Arbeit Passau), 6. v. l. Corina Eder (Wiedereinstiegsberaterin Agentur für Arbeit Passau), 4. v. r. Birgit Plank (Inhaber Curare), rechts außen Esther Demont (Einrichtungsleitung Curare)

Die Agentur für Arbeit besucht Curare Seniorengarten in Fürstenzell

Wäre ein Pflegeberuf das Richtige für mich? Diese Frage stellen sich viele Personen, die sich beruflich verändern wollen oder auf Arbeitssuche sind.

Wie sich beim Unternehmensbesuch im Curare Seniorengarten Fürstenzell herausstellte, ist diese Frage nicht so leicht zu beantworten. Denn, so Betreiber Herbert Plank: „Der Pflegeberuf ist eine Berufung. Das muss man wirklich leben.“ Und seine Frau Birgit Plank ergänzt: „Den Beruf ergreift man nicht, weil man nichts Besseres findet und weil hier gute Jobperspektiven vorhanden sind – alleine schon wegen der Arbeitszeiten.“ Das kann Esther Demont, Einrichtungsleiterin der Seniorengärten (Ruhstorf, Ortenburg und Fürstenzell) nur bestätigen und ergänzt: „In der Pflege muss man unbedingt professionell arbeiten und eine gesunde Distanz zum Patienten haben, ohne dabei die erforderliche Nähe zu vernachlässigen.“

Wie vielseitig die Pflegeberufe tatsächlich sind, erklärte Herbert Plank den 15 interessierten Personen. Umgekehrt konnten die Arbeitsvermittler der Agentur für Arbeit Passau ihr Leistungsportfolio vorstellen. Denn je nach Kundenkreis und je nach den bereits vorhandenen Berufserfahrungen des Einzelnen gibt es sehr unterschiedliche Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. “Ein Beispiel“, so Verena Hageneder vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Passau, „ist das Programm „WeGebAU“, das Arbeitgebern ermöglicht, bestimmte Personengruppen im Unternehmen mit Unterstützung durch die Arbeitsagentur, besser oder weiter zu qualifizieren und damit einen wertvollen Beitrag für die Fachkräftesicherung des Betriebes leistet.“

Neben der Vorstellung der unterschiedlichen Pflegeberufe, den aktuell zu besetzenden Stellen (meist in Teilzeit) und deren Zugangswege sowie der Fördermöglichkeiten, konnten sich die Anwesenden bei einer kurzweiligen Hausführung vom Konzept der Pflege im Seniorengarten selbst ein Bild machen. So wurde das theoretische Wissen mit praktischen Eindrücken verknüpft.

Dabei wurde auch noch einmal explizit darauf eingegangen, dass die Arbeitszeiten in der Pflege nicht nur als Hemmschuh zu sehen sind. Denn, insbesondere für Mütter, die auf Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind, kann die Arbeit zum Beispiel am Wochenende interessant sein. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Betreuung des Nachwuchses ist durch den Partner oder Betreuungspersonen, die am Wochenende frei haben, gesichert. „Natürlich ist es nicht immer leicht, die passende Stelle zu finden, die in das bestehende Familiengefüge passt, aber oft gibt es unerwartet doch Wege und Möglichkeiten, wenn der Arbeitgeber und der potentielle Arbeitnehmer erst einmal miteinander sprechen“, so die Wiedereinstiegsberaterin Corina Eder. „Leider ist es oft noch so, dass motivierte und gut qualifizierte Berufsrückkehrerinnen denken,  dass zu den von ihnen anzubietenden Arbeitszeiten kein Bedarf besteht, anstatt sich umfassend informieren und beraten zu lassen“, so Eder weiter.

Am Ende der Veranstaltung wurden eifrig Kontaktdaten getauscht und Kontakte geknüpft. Unternehmensbesuche wie dieser sind eine gute Möglichkeit, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenzuführen, sind sich die Teilnehmer und Gastgeber sicher.

Insbesondere Frauen, die einen Wiedereinstieg ins Berufsleben planen, können jederzeit – auch ohne vorherige Anmeldung bei der Agentur für Arbeit – direkt einen Termin mit Corina Eder vereinbaren. Sie ist Dienstag bis Donnerstag telefonisch unter 0851 508-205 bzw.  per E-Mail unter corina.eder@arbeitsagentur.de erreichbar.