Applaus für den „Mann der ersten Stunde“

Alles Gute für den weiteren Weg: Der Vorsitzende des Trägervereins der Europaregion Donau-Moldau, Dr. Olaf Heinrich (rechts) überreichte seinem langjährigen Stellvertreter, Altlandrat Franz Meyer, zum Abschied aus dem Gremium einen Wanderstab samt Pschoad-Diachl (Foto: Bezirk Niederbayern / Lang)

Trägerverein der Europaregion Donau-Moldau verabschiedet Altlandrat Franz Meyer als stellvertretenden Vorsitzenden – Landrat Raimund Kneidinger Nachfolger

Passau. Wer weiß, ob es die Europaregion Donau-Moldau (EDM) heute ohne ihn gäbe. Auf jeden Fall war Altlandrat Franz Meyer als „Mann der ersten Stunde“ maßgeblich daran beteiligt, dass sich die sieben Regionen Oberösterreich, niederösterreichisches Most- und Waldviertel, Niederbayern, Oberpfalz sowie den tschechischen Bezirken Pilsen, Südböhmen und Vysočina 2012 zu einem trilateralen Arbeitskreis zusammengetan haben.

Nun wurde Franz Meyer als langjähriger stellvertretender Vorsitzender aus dem Trägerverein der Europaregion Donau-Moldau verabschiedet – und das mit großem Dank und viel Applaus. Denn die Vorarbeiten zur Gründung der EDM begannen bereits 2004. Franz Meyer, damals Staatssekretär im Bayerischen Finanzministerium, war zusammen mit Kaspar Sammer, dem heutigen Geschäftsführer der EDM und der Euregio Bayerischer Wald-Böhmerwald-Unterer Inn, zu einem Gespräch beim damaligen südböhmischen Kreishauptmann Jan Zahradnik, bei dem erste Ideen zur Gründung einer Europaregion skizziert wurden. Ein Jahr später sprach sich bei der Mitgliederversammlung der Euregio nicht nur Franz Meyer, sondern auch Theo Zellner, damals Präsident des Bayerischen Landkreistages, für die Gründung aus.

Es sollte aber noch sieben Jahre dauern, bis die EDM tatsächlich Realität wurde, denn der Weg dahin war mit schwierigen Diskussionen verbunden. „Du hast mit großem persönlichem Engagement dazu beigetragen, dass die EDM Wirklichkeit wird“, würdigte Dr. Olaf Heinrich als Vorsitzender des Trägervereins das Wirken seines langjährigen Stellvertreters. „Es war ein Vergnügen mit dir an einem Strang und in dieselbe Richtung zu ziehen.“ Im Namen aller dankte ihm Heinrich und überreichte einen symbolischen Wanderstab samt Pschoad-Diachl – verbunden mit dem Wunsch, dass Franz Meyer sicher weiter in seinen diversen Funktionen für seine Heimat arbeiten werde. Denn es habe kaum jemand wie er die Gabe, manch eine Diskussion mit einem freundlichen Lächeln zu beenden.

Meyer selbst wollte diese positiven Entwicklungen als „Gemeinschaftsleistungen“ verstanden wissen. Ihm sei es immer ein Anliegen gewesen, dass sich die Region auf gleiche Augenhöhe mit den Metropolregionen begibt. „Ich wünsche euch und uns allen weiter alles Gute dabei, den europäischen Gedanken in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen.“

Als neuer stellvertretender Vorsitzender wurde, weil er im Grenzraum bestens vernetzt sei, der neue Passauer Landrat Raimund Kneidinger bei der Mitgliederversammlung in Dingolfing gewählt. Er freue sich sehr auf diese Aufgabe, denn die Chancen der Region könne man nur Miteinander nutzen. „Wir sehen uns gerade jetzt mit vielen Problemen konfrontiert, aber danach werden wir mit Schwung daraus hervorgehen“, ist Kneidinger überzeugt.