25 Jahre Sicherheitswacht in Passau

Oberbürgermeister Jürgen Dupper (hinten, von links), der Leiter der Polizeiinspektion Passau Stefan Schillinger und Ordnungsamtsleiter Erik Linseisen sind dankbar für das langjährige Engagement von Anita Zahn und Alois Hankofer bei der Sicherheitswacht (Foto: Stadt Passau)

Oberbürgermeister und Polizeiinspektion bedanken sich bei Gründungsmitgliedern

Passau. 1996 wurde in Passau die Sicherheitswacht ins Leben gerufen. Oberbürgermeister Jürgen Dupper und der Leiter der Polizeiinspektion Passau Stefan Schillinger nahmen dieses Jubiläum zum Anlass, um sich bei den beiden noch im Dienst befindlichen Gründungsmitgliedern Anita Zahn und Alois Hankofer zu bedanken.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Die Sicherheitswacht leistet wertvolle Dienste, indem sie als sichtbares und ansprechbares Bindeglied zwischen der Bürgerschaft und der örtlichen Polizei fungiert. Eigene Beobachtungen seitens der Stadt Passau belegen uns regelmäßig, dass durch deren Präsenz das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen merklich steigt. Maßgeblich ist der Gedanke der Zivilcourage nach dem Motto ,Hinschauen statt Wegschauen‘. Unsere Dreiflüssestadt profitiert regelmäßig ganz konkret von der Sicherheitswacht, sei es in Notlagen wie beispielsweise die Hochwasserkatastrophe 2013, als man Plünderungen durch Patrouillengänge verhinderte, oder auch regelmäßig bei unseren Veranstaltungen wie etwa den Dulten. Sie hilft auch dabei, den leider immer wieder auftretenden Vandalismus einzudämmen. Für dieses zweifellos nicht immer einfache Engagement möchte ich mich herzlich bedanken, zumal es auch noch ehrenamtlich erfolgt. Ein besonderes Dankeschön gilt natürlich den beiden Gründungsmitgliedern, die seit 25 Jahren zum Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger aktiv sind.“

Polizeidirektor Stefan Schillinger gab einen kurzen Abriss über die wesentlichen Eckpunkte. Insbesondere betonte er, dass die Passauer Sicherheitswacht sowohl bei der Polizei als auch bei den Bürgern und Behörden anerkannt und geschätzt ist. Diese Anerkennung brachte er durch die Übergabe einer Dankurkunde des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration an die beiden immer noch hoch motivierten Gründungsmitglieder zum Ausdruck.

Grundlage für die Einrichtung von Sicherheitswachten in Bayern ist das Sicherheitswachterprobungsgesetz von 1994 beziehungsweise das Sicherheitswachtgesetz von 1997. Im Juni 1996 war es in Passau so weit, als das Bayerische Staatsministerium des Innern den landesweiten Versuch entsprechend ausdehnte und schließlich zur festen Einrichtung

machte. Die Aufgabenstellung ist gesetzlich klar geregelt: „Die Angehörigen der Sicherheitswacht unterstützen in ihrer Dienstzeit die Polizei bei der Erfüllung ihrer Aufgaben, insbesondere im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Straßenkriminalität.“ Durch den steten Kontakt mit der Polizei wird gewährleistet, dass in Notlagen oder Gefahrensituationen schnell und gezielt professionelle Hilfe alarmiert und geleistet wird. Die Sicherheitswacht darf unter anderem auf frischer Tat angetroffene Straftäter bis zum Eintreffen der Polizei festhalten sowie in Notwehr und Nothilfe für die Mitmenschen handeln. Damit stellt sie eine wichtige Ergänzung für die Polizeiarbeit dar.

Die Mitglieder der Sicherheitswacht werden entsprechend ihrer Aufgaben ausgebildet und mit moderner Funktionskleidung, die sich optisch an die Uniform der Bayerischen Polizei anlehnt, sowie weiteren Einsatzmitteln ausgestattet. Regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen gewährleisten ein rechtlich fundiertes und handlungssicheres Einschreiten.

Derzeit verrichten 19 Frauen und Männer den Dienst bei der Passauer Sicherheitswacht. Zur Gewinnung interessierter Personen aus der Bevölkerung werden regelmäßig Auswahlverfahren durchgeführt. Das Einsatzgebiet erstreckt sich insbesondere auf den Innenstadt- beziehungsweise Fußgängerzonenbereich, aber auch auf Seitenstraßen und Gassen, die für die Dienstfahrzeuge der Polizei nur schwer erreichbar sind. Unterwegs sind die Mitglieder zu Fuß, bei Einsätzen in außerhalb liegenden Gemeinden des Inspektionsbereichs per Bus oder auch mit mittlerweile eigens angeschafften Pedelecs. Die Kernzeit der Streifengänge ist in der Regel der Zeitraum zwischen 7 und 23 Uhr.