Oberbürgermeister Jürgen Dupper (2. Von rechts) blickte gemeinsam mit Manuela Sonnleitner (von rechts), stellvertretende Pflegedirektorin am Klinikum Passau, Dr. Dr. Ansgar Grochtmann (Referent für Meldewesen, Personenstandswesen, Rechtsamt, Familie und Soziales) und Kindertagesstättenleiterin Franziska Bauer sowie Dominique Giong vom Elternbereit des Naturkinderhauses am Klinikum auf das vergangene erste Jahr des Naturkinderhauses zurück (Foto: Stadt Passau)

1 Jahr Naturkinderhaus am Klinikum

Trotz erschwerten Bedingungen durch Corona-Pandemie erfolgreich gestartet

Passau. Der Neubau des Naturkinderhauses an der Innstraße 78 konnte im April des vergangenen Jahres bezogen werden. Mit dem großzügigen Neubau setzten das Klinikum Passau als damaliger Bauherr und die Stadt als Betreiberin neue Maßstäbe in der Kinderbetreuung im Stadtgebiet. Die dort betreuten Kinder können ein modernes Gebäude mit großzügigen Räumen und viel Platz im Grünen nutzen. Aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie kann erst jetzt das einjährige Bestehen gefeiert werden.

Mit dem Neubau konnten wir unsere Kapazitäten hinsichtlich der Kinderbetreuung deutlich erweitern. Dieses Haus ist ein echter Gewinn für die Stadt. Nach langen Monaten coronabedingter Beschränkungen freut es mich nun umso mehr, dass die Mädchen und Jungen wieder unbeschwert das Naturkinderhaus nutzen können.

Jürgen Dupper, Oberbürgermeister der Stadt Passau

Die Corona-Pandemie, die das Naturkinderhaus seit dem Bezug des Neubaus begleitet, stellte das Team und die Kinder vor neue Herausforderungen. Trotz Notbetreuung, war die Einrichtung aufgrund der Nähe zum Klinikum stets nahezu ausgelastet. Unter anderem wurde im vergangenen Sommer eine eigene Außengruppe geschaffen, der großzügige Garten mit Absperrband aufgeteilt und ein weiterer Essbereich eingerichtet, um den Corona-Anforderungen durch kreative Ideen gerecht zu werden. Veranstaltungen des Naturkinderhauses wurden coronakonform umgestaltet – statt eines Laternenumzugs im Herbst, wurde ein Lichterfest mit selbstgebastelten Windlichtern organisiert, und der Nikolaus kam statt in den Garten nur an den Gartenzaun.

Bei allem, was trotz der erschwerten Bedingungen gemeistert wurde und gut gelaufen ist, freuen sich das Naturkinderhaus-Team und die Eltern auf die inzwischen erfolgte Rückkehr zum Regelbetrieb und damit auf ein Stück Normalität.

Das Gebäude wurde auf zwei Ebenen in Holzständerbauweise und unter ökologischen Gesichtspunkten direkt neben dem Stadtpark errichtet und macht seitdem dem Namen „Naturkinderhaus“ alle Ehre. Die lichtdurchfluteten Räume bieten aktuell Platz für 52 Kindergarten- und 15 Krippenkinder und beinhaltet neben einem Turnraum ein Atelier mit Werkbank, ein Land der Phantasie mit Rollenspiel- und Baubereich, eine Wissenswerkstatt sowie ein „Traumzimmer“ mit Hängematten als Rückzugsort. Auf der großen Gartenfläche rund um das Gebäude finden sich zusätzlich u.a. ein Tipi, ein Kräuter- und Gemüsebeet, Beerensträucher und verschiedene Spielgeräte.

Neben dem Naturkinderhaus hat auch die Kita in der ehemaligen Pflegeschule des Klinikums weiter geöffnet. Die Einrichtung an der Leonhard-Paminger-Straße 1a ist bereits seit September 2018 als Interimslösung in Betrieb und heißt seit Umzug des Naturkinderhauses im April 2020 offiziell „Städtisches Kinderhaus“. Hier ist Platz für 52 Kindergartenkinder und 15 Krippenkinder.

Die Stadt Passau hat den Ausbau des Kinderbetreuungsangebots in den vergangenen Jahren stark vorangetrieben. Die Betreuungsquoten der 3 bis unter 6-Jährigen betrug zuletzt 99,8 Prozent, wa der Stadt Passau mehrfach einen 1. Platz im bayernweiten Vergleich bescherte. Auch wurde die Zahl der Krippenplätze bereits über das landespolitisch vorgegebene Ziel hinaus ausgebaut und gute Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern von Geburt an geschaffen.