Seit Einführung der Grenzkontrollen vor rund einer Woche haben sich die Aufgriffszahlen von Flüchtlingen in Passau deutlich erhöht. Wurden zuvor täglich durchschnittlich 500-700 Flüchtlinge aufgegriffen, so kamen am vergangenen Sonntag allein 3.500 Flüchtlinge mit Zügen am Hauptbahnhof Passau an. Am Montag wurden rund 2.000 Flüchtlinge aufgegriffen. In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde deshalb erstmals die Dreiländerhalle als Notunterkunft für rund 600 Flüchtlinge genutzt. Innerhalb kürzester Zeit haben die Mitarbeiter der Verwaltung die Dreiländerhalle vorbereitet und die Versorgung organisiert. Im Laufe des späten Abends haben freiwillige Helfer die Organisatoren vor Ort unterstützt.

Die Stadt hat inzwischen Mitarbeiter des Rathauses als Vor-Ort-Koordinatoren am Hauptbahnhof eingesetzt, die täglich in der Zeit von 6.00 Uhr morgens bis 2.00 Uhr nachts die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer unterstützen und als Ansprechpartner der Stadt vor Ort zur Verfügung stehen. Gemeinsam stellen die freiwilligen Helfer und die Stadtbediensteten die Erstversorgung und Betreuung der ankommenden Flüchtlinge sicher.

Auf Veranlassung der Stadt Passau wurde zwischenzeitlich auch ein Toilettencontainer aufgestellt. Der Bauhof kümmert sich um die Müllentsorgung. Benötigte Lebensmittel und Hilfsmittel, die nicht aus Spenden gedeckt werden können, werden vom Ordnungsamt organisiert und den Helfern zur Verfügung gestellt.

Die Zusammenarbeit mit Bundes- und Landespolizei sowie mit der Regierung von Niederbayern funktioniert dabei gut.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Zu wünschen bleibt, dass nun auch die übergeordneten politischen Ebenen einen Plan entwickeln, um diese große Aufgabe zu bewältigen. Mein Dank gilt insbesondere den ehrenamtlichen Helfern und den Hilfsorganisationen, ohne deren außerordentlichen Einsatz diese Herausforderung nicht zu schaffen wäre.“

Die Stadt Passau hat inzwischen ein Spendenkonto „Flüchtlingshilfe“ eingerichtet:

IBAN DE79740500000030536957, BIC BYLADEM1PAS.

Personen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchten, können sich in der Koordinierungsstelle Ehrenamt Asyl, Tel: 396-421 über Hilfsmöglichkeiten informieren.

(Pressemitteilung, Stadt Passau)