Grafenau. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, MdB besichtigte mit Mitgliedern der Grafenauer SPD den Familienbetrieb AVS Römer in Reismühle.

Christoph Cegla, der Sohn der Geschäftsführenden Gesellschafterin Gabriela Römer, erläuterte die Unternehmensgeschichte. Joachim Christian Römer hatte 1970 im Keller des Elternhauses in Pullach ein Ingenieurbüro für Konstruktion gegründet. Später folgte die Erweiterung auf die Fertigung und den Vertrieb von pneumatischen Komponenten. Komponenten sind etwa Ventile, Druckabscheider oder Schmutzfänger für pneumatische oder hydraulische Systeme. 

1980 wurde Grafenau Produktionsstandort. Frau Gabriela Römer übernahm nach dem unerwarteten Tod ihres Mannes im Jahr 2011 den Betrieb. Grundlegende Pfeiler des Erfolges seien die Ausrichtung als Familienbetrieb, die Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Unternehmen, die Spezialisierung und annähernd 100% Eigenfertigungstiefe. Der Kunde stehe klar im Vordergrund und so würden gemeinsam mit ihm die Lösungen erarbeitet. Hinsichtlich des Umweltmanagements sei der Betrieb seit über 20 Jahren nach der Norm ISO 14001 zertifiziert. Umweltbewusstsein und Umweltschutz gehörten zur Unternehmensphilosophie. So wurden beim Bau des neuen Firmengebäudes von der AVS Römer drei Elektrotankstellen für die Elektroautos und E-Bikes eingerichtet. Mitarbeiter und Besucher können hier ihre Elektrofahrzeuge auf dem Firmengelände aufladen. Gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten seien ebenso ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmens, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden mit ihrem Know-How den Erfolg des Unternehmens tragen. Ebenso würden die gute Bezahlung und das gute Betriebsklima dazu beitragen, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlfühlen. 

Um die Bemühungen ihres verstorbenen Ehemannes – die Förderung des Ingenieurswesens – fortzuführen, gründete Gabriela Römer 2011 die Joachim Christian Römer Stiftung. Mittels Stipendien für Studium und Berufsweiterbildung würden im Sinne der Gleichstellung insbesondere Frauen in technischen Berufen gefördert. Die Unternehmenszahlen stimmten zuversichtlich und durch Innovationen z. B. im Bereich der Lebensmittel- oder Medizintechnik sei man für die Zukunft bestens gerüstet. 

„Ich bin froh, dass Frau Römer hier in Grafenau weiter investiert hat und in jedem Fall an diesem Standort bleiben wird“, so Rita Hagl-Kehl nach der Führung durch die Produktionshallen.