Parkplätze sind jetzt auch wieder gebührenpflichtig

Nachdem nun die Schranken und zwei Parkscheinautomaten am Dreisesselparkplatz installiert worden sind, startet rechtzeitig noch vor Ferienbeginn die Parküberwachung am Dreisesselparkplatz. „Mit diesen Maßnahmen zur Besuchersteuerung wollen wir Naturschutz, Verkehrssicherheit und zunehmenden Besucheransturm am Dreisessel unter einen Hut bringen“, betont Landrat Sebastian Gruber.

Die Parkscheinautomaten und die notwendigen Hinweisschilder wurden bereits in den letzten Wochen aufgestellt. Danach folgten die Schranken an der Zufahrtsstraße im Tal. Sie werden dafür sorgen, dass an den „Hotspot-Tagen“ ein Zuviel an Besuchern am Berg verhindert wird und damit dafür, dass die Auffahrt zum Berg – etwa für Rettungskräfte – jederzeit frei bleibt.

Der Dreisesselberg im Dreiländereck ist in den vergangenen Jahren zu einem äußerst beliebten Naherholungsziel für Tagesausflügler geworden – unter anderem, weil man mit dem Auto fast bis zum Gipfel fahren kann. Zum Jahreswechsel war der daraus resultierende Besucheransturm aber zum Problem geworden. Die Auffahrt war dicht, Rettungskräfte kamen nicht mehr durch. Der damalige Ferienausschuss beschloss daher im April durch ein ganzheitliches Konzept, solche Gefahrenmomente künftig zu verhindern. Schritt für Schritt hat man nun am Dreisessel das beschlossene Konzept realisiert.

Einer der beiden neuen Parkscheinautomaten Dreisesselparkplatz mit neuer Beschilderung zur Gebührenpflicht (Foto: Landratsamt FRG / Thomas Eder)

Für den Dreisesselparkplatz gelten nun in der Zeit von 05.00 Uhr bis 22.00 Uhr folgende Parkgebühren: PKW je Stunde einen Euro oder fünf Euro Tagesgebühr. Busse und Wohnmobile drei Euro je Stunde oder zehn Euro Tagesgebühr.

Die beim Landkreis beschäftigten Mitarbeiter zur Parkraumüberwachung kümmern sich um die Belegungssteuerung der Parkflächen, als auch um die Sicherung und Überprüfung der gebührenpflichtigen Parkplätze. Das beinhaltet auch die Erfassung und Meldung von Parkverstößen an die Polizei sowie die Kontrolle zur Einhaltung der markierten Parkflächen. Um bei hoher Besucherfrequentierung eine Überlastung des Parkplatzes zu vermeiden und die Zufahrtsmöglichkeit von Rettungsfahrzeugen dauerhaft sicherzustellen, werden die Parkplatzwächter auch die Zufahrt zum Parkplatz durch Schließen der Schranken an der Auffahrt zum Dreisesselparkplatz unterbinden. Polizei oder Feuerwehr werden dann den Verkehr im Einmündungsbereich der Zufahrtsstraße regeln, um so einen Rückstau zu verhindern.

Autofahrer können aber nicht nur an den beiden Parkscheinautomaten bezahlen. Sie können ihre Parkscheine auf dem Dreisesselparkplatz ab sofort auch mit dem Smartphone lösen. Der Autofahrer benötigt für das Lösen eines digitalen Parkscheins die Parkster-App auf seinem Smartphone. Die App ist für Android-Endgeräte auf Google Play sowie für das iPhone im App Store kostenlos erhältlich. Für den Parkvorgang gibt der Autofahrer sein Kennzeichen und die Parkdauer in der App auf seinem Smartphone ein. Der Autofahrer kann mit seinem Handy die Parkzeit im Rahmen der Höchstparkdauer verlängern. Kehrt er früher zu seinem Fahrzeug zurück, beendet er den digitalen Parkschein vorzeitig und spart so unnötige Parkgebühren. Bezahlt wird auf Rechnung oder mit Kreditkarte. Das Parken mit der App ist zum gleichen Tarif wie am Automaten möglich.

Parkscheinautomaten, Schranken zur zeitlich begrenzten Zufahrtsbeschränkung und Parkraumüberwachung sind jetzt realisiert. Damit werden am Dreisessel die von den Gremien beschlossenen Maßnahmen zur Besuchersteuerung nun in einem wirtschaftlich vertretbaren Umfang umgesetzt. „Es geht uns am Dreisessel darum, den Schutz der einzigartigen Natur sicherzustellen und gleichzeitig die Erlebnisqualität der Besucher aufrecht zu erhalten oder sogar zu verbessern“, so Landrat Gruber.

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